Anton Bernard: „Es muss eine Ehre sein das Bozner-Trikot zu tragen“

Aus was bestehen die meisten Vorstellungsgespräche? Richtig, aus nervenaufreibenden Fragen. Pünktlich zur neuen Saison haben wir die Klubs der Erste Bank Eishockey Liga zum Vorstellungsgespräch gebeten. Mit allem, was dazu gehört. Die Anrede ist Per Sie, die Fragen sind mehr oder weniger leicht zu beantworten und kommen druckfrisch aus den Personalbüros des Landes. Heute im Vorstellungsgespräch: Bozens neuer Captain Anton Bernard. Bitte, nehmen Sie doch Platz. // Text: DK

servushockeynight.com: Erzählen Sie uns etwas über Ihre Vorbereitung.

Anton Bernard: Wir waren in der ersten Woche im Gardertal, haben dort hart gearbeitet, die Mannschaft hat einen guten Eindruck gemacht, die ersten Erfolge haben sich ja schon gezeigt.

Sie sind seit heuer Captain, sind Sie dieser Führungsrolle gewachsen? 

Ich war schon einige Jahre Captain der italienischen Nationalmannschaft – und da ich auch einige Jahre mit Spielern wie Alex Egger zusammenspielen durfte, konnte ich mir viel auf diesen Weg mitnehmen. Ich bin mit Herzblut dabei, die Mannschaft ist für mich wie eine Familie und deshalb denke ich auch, dass ich der Rolle gewachsen bin.

Was kann man sich von einer Führungspersönlichkeit wie Alex Egger abschauen?

Ich hatte wirklich Glück: Er war ein herausragender Spieler und war in der Umkleidekabine immer präsent. Er hat immer gewusst, was er sagen muss. Er hat gewusst, wie er die Mannschaft auf ein Spiel vorbereitet – egal ob verbal oder auf dem Eis. Er hat seine Rolle mit Herz und Leidenschaft richtig gelebt.

Was wissen Sie über die Firma bei der Sie tätig sind?

85 Jahre voller Geschichte, unzählige Titel. In den letzten Jahren ging es mit dem Erfolg und den Zuschauerzahlen nochmals ordentlich nach oben, das gab dem Verein nochmals einen Boost. Viele gute Spieler haben sich das Bozner-Trikot übergezogen. Die Spieler, die jetzt neu sind, müssen das Trikot ehren, es ist nicht irgendein Trikot – da steckt viel dahinter.

Was sind Ihre größten Stärken und Schwächen?

Ich setze mich voll und ganz für die Mannschaft ein – immer positiv, immer hilfsbereit, immer mit positivem Beispiel voran. Schwächen: Vielleicht, dass ich etwas introvertiert bin und manchmal etwas abwesend zu sein scheine, obwohl das nicht so ist. Ich bin ein ruhiger Typ, obwohl ich oft lauter sein könnte.

Was bieten Sie, was andere nicht bieten können?

Volle Aufopferung für die Mannschaft, etwas, was wir so manchem Import noch beibringen müssen (lacht).

Wo sehen Sie sich am Ende der Saison?

In den Playoffs. Natürlich ist die Erwartungshaltung eine andere, aber wir müssen die Vorsaison vergessen und auf dem Boden bleiben. Wir starten wieder bei Null.

Warum denken Sie, dass Ihre Mannschaft die richtige Besetzung für diese Rolle ist?

Wir haben heuer einen super Mix an erfahrenen, offensiven, defensiven, großen und kleinen Spielern. Im Gegensatz zu den letzten Jahren haben wir noch an Qualität hinzugewonnen.

Sind Sie bereit dafür Überstunden zu leisten?

Auf jeden Fall! Wer härter Arbeitet, hat normalerweise auch mehr Erfolg.

Video: Erste Bank Eishockey Liga – 12 Checks in 90 Sekunden

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