Weißrussland steht ob seines Machthabers Lukaschenko in der Kritik. Der Druck auf die IIHF wächst.

Weißrussland wird aller Voraussicht nach als Co-Ausrichter der diesjährigen Eishockey-WM abgelöst werden. Ursprünglich sollte das Turnier vom 21. Mai bis 6. Juni in Weißrussland und Lettland stattfinden.

„Wir sprechen mit Vertretern anderer Verbände, die die Weltmeisterschaft organisieren können“, sagte Präsident Rene Fasel vom Weltverband IIHF.

Während Fasel, auch Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Weißrussland lange als Gastgeber verteidigt hatte, übte eine Expertengruppe der IIHF harte Kritik. Nicht zuletzt der lockere Umgang mit Corona in Weißrussland schürte Zweifel. Es biete sich nun die Chance, die WM aus gesundheitlichen Gesichtspunkten einem anderen Land zu übertragen, stellten die Experten fest.

Weißrussland seit Monaten in der Kritik

Weißrussland und sein autokratisch regierender Staatspräsident Alexander Lukaschenko stehen seit Monaten weltweit in der Kritik. Lukaschenko war nach seiner Wiederwahl im Sommer gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen. Unter anderem 1.200 Vertreter des weißrussischen Sports hatten daraufhin eine Erklärung gegen den Präsidenten und für Neuwahlen unterschrieben.

Das IOC schloss Anfang Dezember den umstrittenen Machthaber Lukaschenko und mehrere Mitglieder des Nationalen Olympischen Komitees aus, dessen Vorsitzender Lukaschenko ebenfalls ist. „Ich habe seit 25 Jahren nicht mehr an diesen Veranstaltungen teilgenommen und werde das überleben“, meinte Lukaschenko zu der Suspendierung. (SID)