Ex-NHL-Spieler Christoph Brandner gehört bei der A-WM in Dänemark als Assistenz-Trainer zum Stab  Teamchef von Roger Bader.

Gemeinsam mit Ex-Teamspieler Markus Peintner ist Brandner dabei unter anderem für die Video-Analyse zuständig. Dabei hat Brandner bereits einige interessante Beobachtungen gemacht, was bei dieser A-WM tatsächlich den Unterschied zwischen den Nationen ausmacht. „Weniger die Taktik. Ich sehe eher die individuellen Fähigkeiten von Spielern, die da sind. Warum schlägt er unseren. Es mag vielleicht Kraft sein, aber wenn du Video schaust, siehst du, dass er den Kopf immer oben hat, deshalb sieht er den Pass und muss nicht runterschauen auf die Scheibe. Das ist für mich Fertigkeit, die sich sehen lassen kann. Ich mache mir oft Gedanken, wie man das bei uns umsetzen kann“, so Brandner im Gespräch mit der APA.

Ein Knackpunkt ist dabei die Technik. „Das ist natürlich Talent, keine Frage. Aber die wachsen anders auf, die investieren mehr Zeit. Das ist für die eine Wissenschaft. Die Top-Nationen haben so viele Skills-Coaches, wo sie echt an den Feinheiten arbeiten, immer wieder und immer wieder. Und sich nicht hinstellen und auf die Scheibe draufklopfen und so schießen, wie es im Spiel nie passiert. Wir sind nicht weit weg. Andere sind oft vom Kopf schneller, aber das hängt natürlich auch mit der Technik zusammen.“

Brandner: „Hier ist es noch einmal einen Schritt schneller“

Das konnte man laut Brandner schon zum WM-Auftakt gegen die Schweiz beobachten: „Das hat man in der ersten Partie ganz gut gesehen. Wie bei einem Prozessor beim Computer: du hast einen langsameren Prozessor. Die sind dieses Tempo gewohnt. Auf so einem hohen Niveau spielen wir ja nie, heuer haben wir wenigsten gegen die B-Auswahl der Russen spielen können. Hier ist es noch einmal einen Schritt schneller.“

Damit der „Prozessor auch in Österreich schneller arbeitet, braucht es allerdings noch mehr Zusammenarbeit, wir Brandner betont: „Programme gibt es viele, das ist sehr wertvoll und sinnvoll. Viele Sachen arbeiten gut für sich, aber die Zahnräder greifen nicht ineinander, dass oben das rauskommt, was man braucht. Das ist schwierig und erfordert viel Zusammenarbeit von vielen.“ (APA/RED)

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