Pre Season-Interviewserie: Daniel Wachter (TWK Innsbruck „Die Haie“) verrät, warum die Haie heuer öfter punkten werden und was es mit dem Tape auf seinem Platz auf sich hat.

Interview: Erich Hober

servushockeynight.com: Wie verlief für dich persönlich die bisherige Saisonvorbereitung?

Wir stehen seit 9. August am Eis und der Trainer nimmt uns relativ hart dran. Mir persönlich taugt das. Ich habs lieber zu Beginn anstrengend, dafür geht’s dann während der Saison leichter. Derweil läuft’s recht gut.

Es gibt Dinge, die gefallen einem in der Vorbereitung und Dinge, auf die man ruhig jedes Jahr verzichten könnte. Wie sieht es damit bei dir aus?

Ich würde sagen das Eislaufen nach dem Training. Es ist halt leider notwendig, dass man sich wieder daran gewöhnt. Du kannst im Sommer trainieren was du willst, Eis ist Eis und Krafttraining ist Krafttraining. Das ist definitiv das anstrengendste jedes Jahr. Das täte ich mir gerne ersparen (grinst). Was mir taugt, ist definitiv das Zusammentreffen mit den Jungs in der Kabine. Es ist immer ein Spaß, der Schmäh läuft. Auf das freue ich mich eigentlich jede Saison.

Hat dich in der Vorbereitung ein Teamkollege bisher positiv überrascht?

Definitiv unser Slowene, der heuer verpflichtet wurde (Anm. Miha Zajc). Er kam direkt von der Alps Hockey League. Auf ihn war ich am meisten gespannt und war richtig überrascht. Er ist ein talentierter Bursche und ziemlich ehrgeizig. Ich glaube, er wird uns heuer viel weiterhelfen können.

Von Innsbruck war man bisher nicht zwingend verwöhnt, die Mannschaft konstant im vorderen Bereich der Tabelle bzw. den Playoffs zu finden. Auf was können sich die Fans und Gegner heuer einstellen?

Auf ein Kämpferherz würde ich sagen. Ich glaube, dass wir vielleicht nicht die talentiertesten Spieler haben aber dafür jene, die am härtesten kämpfen. Ich bin der Meinung, dass wir durch den Kampf heuer ein paar Siege mehr holen werden.

Vorsichtig gefragt also: Warum wird Innsbruck am Ende der Saison ganz oben stehen?

(grinst) Weil wir den Willen dazu haben.

Mit welcher Person verbindest du das Wort Erfolg?

Marcel Hirscher. Was er im Skisport erreicht hat – er ist sicher einer der Größten, die wir im Skisport je hatten. Man sieht bei ihm, was man mit harter Arbeit alles erreichen kann.

In welchem Stadion in der Erste Bank Eishockey Liga spielst du am liebsten?

Ich würde sagen am liebsten in Villach und Linz. Linz hat immer eine atemberaubende Stimmung und Villach, weil’s mein Heimatverein ist bzw. sie tolle Fans haben.

Gibt es etwas in deinem Umfeld oder deinem Tun, das du in der kommenden Saison nicht mehr machen bzw. verändern willst?

Ich bin ein sehr abergläubischer Typ. Alles was ich im letzten Jahr gemacht habe, werde ich heuer wieder machen.

Darf man erfahren, was du wieder machen willst?

Das fängt schon damit an, dass zwischen einer Stunde, einer Stunde 20 zu Mittag geschlafen wird. Danach geht’s ab in die Kabine zum Schläger tapen. Dann picke ich einen Streifen vom Tape auf meinen Platz. Dieser bleibt während dem gesamten Spiel dort. Dazu kommt Kaffee trinken, Fußball spielen, einen Sprint hinlegen und rechts vor links anziehen. Wie gesagt, bin abergläubisch. Ohne diesen Ablauf könnte ich fast nicht spielen.

Zur Person

Geboren am: 1. April 1997
Gewicht/Größe: 63kg/170cm
Position: RW/LW
Bisherige Vereine in der EBEL: EC Red Bull Salzburg, HC TWK Innsbruck „Die Haie“
Statistik: 89 Spiele – 7 Tore – 14 Assists – 21 Punkte – 22 Strafminuten (inkl. Playoffs)
Größte Erfolge: 1 x EBEL Champion

Die Haie in der Pre Season

TWK Innsbruck – – Bietigheim Steelers 2:1 (1:0/1:1/0:0)

Das nächste Testspiel:
TWK Innsbruck – Ravensburg Towerstars (23. August 2019; 19.15 Uhr; TIWAG Arena)

Daniel Wachter: Wie ein junger Spieler in der EBEL landet