David Madlener lehnt sich sportlich gegen Lars Haugen auf. Der Vorarlberger über seine Form, Unterschiede zu Haugen und wann er die Nummer eins wird.

Der EC KAC präsentierte stolz seine Saves in den sozialen Medien. Bei seinen sieben Starts, konnte David Madlener den Rotjacken heuer zum Sieg verhelfen. Insgesamt war er bisher nur bei zwei Niederlagen am Eis. Zuletzt gegen die Graz99ers und nach einer Einwechslung im Spiel gegen Red Bull Salzburg.

servushockeynight.com: 16 Spiele sind in der aktuellen Saison gespielt. Deine persönliche Zwischenbilanz?
Madlener: Wir sind im ersten Spiel gut gestartet, hatten immer wieder Hochs und Tiefs. Ich glaube, gut war, dass wir dann die sechs Siege am Stück geholt haben. Das hat uns vorne ein bisschen eingependelt in der Tabelle und ich glaube, jetzt wachsen wir als Mannschaft ein bisschen mehr zusammen und dann glaube ich, können wir wieder weit gehen in der Saison.

Du lagst bis zur letzten Runde in der Goaliestatistik hinsichtlich Save Percentage aller EBEL-Goalies auf Platz ein, nun auf Platz zwei. Zwei Shutouts und einige starke Saves inklusive. Was läuft aus deiner Sicht heuer so gut? Woran liegt das? Ist es eine Genugtuung für das „Schattendasein“ hinter Haugen?
Ich glaube, erstens einmal ist es, weil ich sehr hart an mir arbeite. Ich versuche mental immer da zu sein, jedes Training beginnen wie ein Spiel, mich so auf das vorzubereiten auf die Herausforderung, die ich vom Trainer bekomme bezüglich der Spiele. Ich will immer mehr. Jede Niederlage ist sehr schlimm für mich. Ich denke da nach jedem Spiel sehr lange darüber nach. Aber am nächsten geht es gleich weiter und es ist wieder Arbeit angesagt.

Dein Goalie-Kollege Lars Haugen hat, gemessen an der Leistung der Meistersaison, noch nicht den Zenit erreicht. Wie hoch ist die Freude, bereits annähernd gleich viele Spiele absolviert zu haben?
Natürlich freut es mich, dass ich schon so viel spielen hab dürfen. Letztes Jahr war ein bisserl eine harte Saison für mich. Wenn ich gespielt habe, habe ich nicht meine Leistung abrufen können, wie ich es von mir selbst gewohnt war. Darum freut es mich umso mehr, dass es ein bisschen belohnt wird was ich mache – Off-Ice und am Eis. Da bin ich schon sehr froh.

Worin unterscheidest du dich deiner Meinung nach von Haugen? Stichwort Spielstil, Vorbereitung, Unterhaltungswert …
Ich glaube mal über meine Persönlichkeit. Wir sind zwei verschiedene Menschen. Unterhaltungswert? Ich glaube, ich bin eher der ruhige Typ. Ich tu‘ nicht so gern den Showman spielen. Ich versuche mich auf mich zu konzentrieren und das Beste daraus zu machen.
Lars ist sehr flink auf den Füßen, sehr schnell am Boden. Ich glaube, er spielt ein bisschen aggressiver als ich. Was ich vielleicht nicht so muss, durch meine Größe. Er ist etwas kleiner als ich. Er ist wie gesagt, sehr schnell. Das macht ihn zu einem sehr guten Tormann.

Was fehlt dir deiner Meinung nach noch, um als Nummer eins wahrgenommen zu werden?
Ja, ich glaube, vielleicht wenn man die Nummer drei von meiner Rückennummer runter nimmt …

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