Der Playoff-Bart – ein Aberglaube unter Eishockey-Spielern. Aber wer hat ihn „erfunden“?

Heute, der 8. April, ist ein denkwürdiger Tag für alle Eishockey-Spieler, die in den Playoffs gerne die Bärte sprießen lassen. Es ist ein gewohntes Bild: Playoff-Start und die Gesichtsbehaarung floriert.

Irgendjemand muss damit angefangen haben. Nur wer? Die Legende besagt, dass der hier angesprochene 8. April, der Tag war, an dem alles seinen Lauf nahm.

Am 8. April 1980 begannen in der NHL die Playoffs. Die New York Islanders starten mit einem 9:1-Heimsieg gegen die Los Angeles Kings. Bereits am Tag darauf findet das zweite Spiel statt. Insgesamt werden in fünf Tagen vier Spiele abgehalten.

Bei den Islanders spielten damals die beiden Schweden Stefan Persson und Anders Kallur. Beide ließen den Bart sprießen – den damals populären Moustache einmal außer acht gelassen.

Grundstein für den Playoff-Bart

Es wird vermutet, dass die beiden Schweden den Grundstein für den heutigen Playoff-Bart gelegt haben. Auch vielleicht, weil die Zeit beim dicht gedrängten Spielplan keine hundertprozentige Gesichtspflege zuließ. Die Islanders gewannen übrigens den Stanley Cup. Den ersten von drei weiteren Erfolgen in Serie.

Das beschreibt auch der Autor Andrew Podnieks in seinem Buch „Hockey Aberglauben“.

Auf den Erfolg der Islanders folgten zwei Stanley Cup-Siege der Edmonton Oilers. Sie wollten Traditionen der Konkurrenz aber nicht übernehmen und so rutschte der Playoff-Bart beinahe in die Vergessenheit.

Mit den Teufeln kam der Bart

Etabliert hat sich der Playoff-Bart spätestens ab 1995 mit den Stanley Cup-Sieg der New Jersey Devils. Damals hatte beinahe die gesamte Mannschaft den Bart wachsen lassen.

Ab diesem Zeitpunkt durfte der Bart nicht mehr geschnitten werden – außer bei jenen, die ohnehin keinen Bartwuchs hatten/haben. Der Playoff-Bart hat seinen Siegeszug angetreten.

Vielleicht auch, weil man weiß, dass Eishockey-Spieler recht abergläubisch sind. Denn: Es bringt Unglück, sich vor Ende einer Serie zu rasieren.

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