Unscheinbar abseits der Eisfläche, brandgefährlich auf dem Eis: Brendan O’Donnell ist mit 29 Toren in nur 33 Spielen so erfolgreich wie kein anderer Spieler in der Erste Bank Eishockey Liga.

Im Gespräch mit Martin Pfanner plaudert der Bulldog-Crack Brendan O’Donnell über „Sales Pitches“, „Culture Shocks“ und seinen Trauzeugen, der ihm wegen Dornbirn abhanden kam.

Text: Martin Pfanner // Auf Twitter: @mpfanner  // Auf Instagram: @martinpfanner

An dieser Stelle findet ihr in unregelmäßigen Abständen Einschätzungen der Servus-Hockey-Night-MitarbeiterInnen zur Spielzeit 18/19. Ob VOR, WÄHREND oder NACH der Saison, es gilt: Immer subjektiv und auf eigenen Beobachtungen beruhend. Darüber hinaus: Immer fair, aber manchmal kontrovers.

Manitoba – North Dakota – Peking –Finnland – Dornbirn

Die Reise des Brendan O’Donnell ist für einen Eishockey-Profi bei weitem keine Ungewöhnliche. Der Kanadier hat Talent, wird im amerikanischen College-System mit einem Sportstipendium der University of North Dakota ausgestattet und wagt sich dann in die große weite Hockey-Welt. Wie wichtig dort aber nicht nur das System und die sportliche Situation, sondern eben auch der „right fit“ ist, zeigt sich aktuell beim 26-Jährigen.

Der nette Nachbar von nebenan? Oder doch der Tor-Terror für die Keeper in der Liga?

Kein Spieler hat in der laufenden Saison mehr Tore geschossen als O’Donnell. Noch beeindruckender: Keiner der besten zehn Top-Torschützen der Liga hat so wenige Spiele absolviert wie der Anfang Oktober verpflichtete Crack.

Im Gespräch mit Martin Pfanner spricht der Dornbirner Stürmer neben seiner Eishockey-Weltreise über seinen kongenialen Partner Brock Trotter, wie man ohne Visum Russland verlassen kann (aber wohl nicht sollte) und seinen letzten 4er-Pack vor der O’Donnell-Show am 30. Dezember 2018 in der Servus Hockey Night.

Der Podcast kann gleich hier via Playbutton abgerufen werden
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Alternativ kann er – mit einem bestehenden Abo – auch über Spotify nachgehört werden:

Der Verletzungsteufel und die Dornbirn Bulldogs

„Ich weiß nicht, ob ich etwas Vergleichbares jemals gesehen habe“, tönt es aus dem sonst so ruhigen O’Donnell. Etwas, das wenige Minuten zuvor sein Head Coach Dave MacQueen im Kabinengang fast wortgleich von sich gab. Der Grund dafür? Einfach. Stürmer Rob Bordson riss sich bereits in der Vorbereitung das Kreuzband, Joel Broda fällt mit einer Schulterverletzung bis Saisonende aus, Kevin Macierzynski, Radek Cip und Michael Parks fehlen weiterhin auf unbestimmte Zeit.

Und gegen Fehervar hat sich mit Torhüter Rasmus Rinne der wohl am schwierigsten zu ersetzende Dornbirner eine Adduktoren-Verletzung zugezogen. Thomas Stroj wird zum ersten Mal von Anfang an zwischen den Pfosten stehen. Die Anmeldeformalitäten von Neuzugang Alexandre Picard werden laut Bulldogs-Offiziellen wohl nicht bis zum Wochenende vollzogen worden sein.

Ein Torhüter allein auf weiter Flur: Thomas Stroj ersetzt Rasmus Rinne

Die hieb- und stichfeste Prognose für’s Wochenende

Bitter für den Dornbirner Eishockey Club, dass es noch ersatzgeschwächter als ohnehin schon in ein wegweisendes Wochenende geht. Am Freitag treten die Vorarlberger gegen – unter Neo-Coach Tom Rowe – die wiedererstarkten Linzer an, am Sonntag kommt der Tabellenführer ins Messestadion. Nichtsdestotrotz hat die Mannschaft gezeigt, dass sie selbst schwer angezählt für mehr als nur eine Überraschung gut sein kann. Weswegen die Bulldogs am Wochenende mehr Punkte holen werden als man ihnen das aktuell zutraut.