In Kanada wurde nun ein Mann verurteilt, der mit einer Fake-Online-Spendenaktion zugunsten der Humboldt Broncos sein Glück versuchte.

Der 6. April 2018 ist ein Datum, dass in Kanada niemand vergisst. An diesem Tag kam es zu einem schrecklichen Unfall, der beinahe ein gesamtes Eishockey-Team auf tragische Weise auslöschte.

Die Humboldt Broncos (Saskatchewan Junior Hockey League) waren mit einem Bus auf dem Weg zum Auswärtsspiel gegen Nipawin. Dabei wurde der Bis von einem LKW gerammt.

16 Menschen, darunter viele Spieler, kamen bei diesem Unglück ums Leben. 13 Menschen wurden schwer verletzt. Zumindest ein Spieler sitzt heute im Rollstuhl.

Nun wurde bekannt, dass ein Mann bereits im Jänner dem Richter vorgeführt wurde. Der Mann hat auf dem Rücken der Broncos versucht, schnelles Geld zu machen. Er initiierte eine Online-Spendenaktion über die Plattform „GoFundMe“ zugunsten der Humboldt Broncos.

Lüge wurde schnell enttarnt

Er soll an die 3.900 Dollar eingenommen haben. Vor Gericht sagte der Mann, dass er den Account geschlossen hatte und 4.100 Dollar einer Frau gab, die für die Broncos Geld sammelte.

Den Beweis dafür konnte er nicht erbringen. Die Spendenquittung soll bei einem Brand vernichtet worden sein und er könnte sich nicht daran erinnern, welcher Spendenorganisation die Frau angehörte.

Seine Aussagen kamen beim Richter nicht glaubwürdig an. Der Mann wurde in diesem Fall nun zu drei Monaten Haft verurteilt. Aufgeflogen ist er in Zusammenhang mit einer anderen Betrugsmasche.

Er hat zudem eine Familie um 65.000 Euro geprellt. Für beide Straftaten kassierte der Betrüger insgesamt 14 Monate Haft.

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