Österreich verliert das erste „Big Game“ im Kampf um den Klassenerhalt bei der A-WM in Dänemark.

Gegen Frankreich setzte es am Ende eine klare 2:5-Niederlage. Schon am Samstag (16.15 Uhr) folgt nun das entscheidende Spiel gegen Weißrussland. Die ÖEHV-Auswahl hatte dank Kapitän Thomas Hundertpfund (4.) einen perfekten Start und schaffte durch NHL-Stürmer Michael Raffl (32./PP) das 2:2. Die Franzosen nutzten aber ihre Powerplay-Stärke mit drei Treffern zum Sieg und damit den Verbleib in der A-WM. Damien Fleury (10., 35./PP2) und Sacha Treille (14./PP, 42./PP) jeweils mit einem Doppelpack sowie Teddy da Costa (38.) erzielten die Treffer für die „Equipe Tricolore“. Österreich droht damit der siebente Abstieg in Folge, zum bisher letzten Mal gelang 2004 in Prag der Klassenerhalt.

Bader baut Sturmlinien um

Teamchef Roger Bader stellte drei Sturmlinien um. Der von seiner Erkrankung genesene Hofer spielte an der Seite von Michael Raffl und Center Konstantin Komarek. Auch die bisher starke Youngster-Linie wurde getrennt, Lukas Haudum wechselte auf die Center-Position mit Dominic Zwerger und Peter Schneider an den Flügeln.

Das Spiel begann perfekt für die Österreicher, gleich der erste Schuss saß. Nach Pass von Dominique Heinrich zog Hundertpfund ab und traf ins Kreuzeck (4.). Doch der Faden riss schnell. Nach einem regelkonformen Check von Patrick Spannring, bei dem sich Florian Chakiachvili verletzte, schlich sich im rot-weiß-roten Spiel immer mehr Unsicherheit ein. Peter Schneider vergab noch die Riesenchance auf das 2:0 (8.), danach übernahmen die Franzosen das Kommando und gingen durch Fleury (10.) und Treille (14./PP) in Führung.

Mit neuen Linien und viel Druck startete die Bader-Truppe ins Mitteldrittel. Hundertpfund (22.), Manuel Ganahl (24.) und Dominic Zwerger (24.) vergaben ihre Chancen, ehe Raffl der Ausgleich gelang. Der Stürmer der Philadelphia Flyers erzielte im Powerplay sein erstes Turniertor (32.).

Österreich gegen Frankreich seit 14 Jahren sieglos

Doch der Gleichstand hielt nicht lange. Fleury im Zwei-Mann-Überzahlspiel (35.) und T. da Costa (38.), der mit einem Konter eine Druckphase der Österreicher beendete, brachten die Franzosen 4:2 voran. Treille fixierte zu Beginn des Schlussdrittels (42.) mit dem dritten Powerplay-Tor den Endstand.

Hundertpfund und Co. gaben zwar nicht auf, machten Druck und erspielten sich noch einige gute Chancen, allerdings ohne Erfolg. Österreich ist damit seit 14 Jahren bei Weltmeisterschaften gegen Frankreich sieglos.

Frankreich – Österreich Endstand 5:2 (2:1,2:1,1:0)
Tore: Fleury (10., 35./PP2), Treille (14./PP, 42./PP), T. da Costa (38.) bzw. Hundertpfund (4.), Raffl (32./PP)
Strafminuten: 12 bzw. 14.

Frankreich: Hardy – Manavian, Auvitu; Chakiachvili, Hecquefeuille; Janil, Gallet; Raux – Fleury, S. da Costa, Rech;Texier, Treille, T. da Costa; Claireaux, Lamperier, Guttig; Ritz, Douay, Perret; Leclerc

Österreich: Starkbaum – Ulmer, Unterweger; Schumnig, Heinrich; Schlacher, Viveiros; Peter, Altmann – Ganahl, Hundertpfund, Lebler; Hofer, Komarek, M. Raffl; Schneider, Haudum, Zwerger; Rauchenwald, Obrist, Spannring

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