Der ehemalige NHL-Spieler ist an Covid-19 erkrankt. Davor trainierte er für einen Marathon.

Während seiner NHL-Karriere war Georges Laraque kein Kind von Traurigkeit. Seine Funktion am Eis: Enforcer, also sozusagen der Wachhund für die Stars in der eigenen Mannschaft.

Mit ihm war in zwölf Saisonen auf NHL-Eis nicht zu spaßen. Nun führt der mittlerweile 43-Jährige einen ganz anderen Kampf. Er ist an Covid-19 erkrankt und liegt im Charles-Le Moyne Krankenhaus in Montreal.

Bis vor wenigen Tagen trainierte er täglich für einen Marathon. „Ich bin jeden Tag gelaufen und nun kann ich nicht mal aufstehen, ohne um Luft zu ringen. Es ist verrückt“, sagt Laraque.

Laraque wird beatmet

Er hat eine beidseitige Lungenentzündung. „Ich bin vom Virus betroffen und werde mit Sauerstoff über die Nase beatmet“, schildert der Kanadier.

Das Schlimmste sind für ihn die Nächte. „Da treten Fieberschübe auch auf“, sagt der ehemalige Tough Guy, der in seiner Karriere für die Edmonton Oilers, Phoenix Coyotes und zuletzt für die Montreal Canadiens spielte.

Als mittlerweile Betroffener spricht er sich vehement gegen die Pläne der Regierung aus Quebec aus, Schulen und Kindergärten wieder öffnen zu wollen.

Laraque stellt die Frage in den Raum: „Wenn sie nicht alle Kinder in der Schule testen können, ist das kein sicheres Umfeld. Auch nicht für Eltern und Lehrer. Lohnt sich das alles für zwei Schulmonate?“