Hydro Fehervar AV19 schaffte es ausgerechnet gegen die „Big Guns“ zurück auf die Siegerstraße. Coach Hannu Järvenpää erklärt, warum. Oder auch nicht.

Nach drei Heimsiegen in Folge zu Saisonbeginn schien die Welt bei Hydro Fehervar Av19 in Ordnung zu sein. Auf den erfolgreichen Saisonstart folgten sechs Niederlagen in Folge. Ausgerechnet gegen die Titelmitfavoriten Red Bull Salzburg, EC KAC, spusu Vienna Capitals und Moser Medical Graz99ers fanden die Ungarn zurück auf die Siegerstraße.

servushockeynight.com: Ihr Team hat sechs Spiele in Folge verloren. Was war los? Zu viele Verletzungen, Pech?

Järvenpää: Das Leben während dieser Niederlagenserie war eine echte Herausforderung. Meiner Meinung nach, haben wir nicht schlecht gespielt. Wir haben halt leider diese sechs Spiele verloren. Ich würde auch nie sagen, dass wir „wegen Verletzungen“ verloren haben. Weil jedes Jahr, jedes Team auf verletzte Spieler verzichten muss. Wenn ich einen Grund nennen müsste, dann würde ich sagen, dass wir einfach ein Problem im Abschluss hatten.

Nun hat Ihre Mannschaft die letzten vier Spiele gewonnen. Das ausgerechnet gegen die Größten der Liga. Ein imposantes Comeback.

Es klingt seltsam, aber wir haben an unsere Spielstrategie nichts geändert. Es gab in ein paar Bereichen maximal einen Facelift. Wenn Sie mich fragen, welche das sind, würde ich wie Lanny McDonald (Anm.: ehem. NHL Profi) auf die Frage nach dem Geheimnis seines Schnurrbartes antworten: Wenn ich dir das sage, müsste ich dich töten.“ (lacht)

Gegen den KAC haben Sie zuletzt eher defensiv spielen lassen. Das Erfolgsrezept gegen die Großen?

Nicht wirklich. Wir spielen das, was wir spielen müssen, das Spiel braucht.

Bei den letzten vier gewonnenen Spielen standen jeweils Mike Ouzas und Daniel Kornakker für jeweils zwei Spiele im Tor und hatten eine Serve Percantage von 92 Prozent aufwärts. Was macht sie derzeit so stark und wie entscheiden Sie, welcher der beiden Goalies spielt?

Ich stimme dem vollkommen zu. Beide Torhüter haben zuletzt sehr stark gespielt. Beide brauchen aber Unterstützung von ihren Verteidigern. Diese wiederum jene von den Stürmern. Wir können das eine positive Kettenreaktion nennen. Welcher meiner Torhüter das nächste Spiel macht, das entscheide ich nach intensiven Gesprächen mit unserem Goalie Coach Cameron McDonald.

Wer ist aktuell Ihr Keyplayer? Andrew Yogan, der teaminterne Topscorer? Die beiden Wände Ouzas und Kornakker? Oder sonst wer?

Schwer zu sagen. Das ist wirklich eine schwierige Frage. Um ehrlich zu sein, unmöglich zu beantworten.

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