VSV-Coach Gerhard Unterluggauer im Interview über die Vorbereitung, den Charakter seines Klubs und was beim VSV fehlt.

Aus was bestehen die meisten Vorstellungsgespräche? Richtig, aus nervenaufreibenden Fragen. Pünktlich zur neuen Saison haben wir die Klubs der Erste Bank Eishockey Liga zum Vorstellungsgespräch gebeten. Mit allem, was dazu gehört. Die Anrede ist Per Sie, die Fragen sind mehr oder weniger leicht zu beantworten und kommen druckfrisch aus den Personalbüros des Landes. Heute im Vorstellungsgespräch: VSV-Trainer Gerhard Unterluggauer. Bitte, nehmen Sie doch Platz.  (Anmerkung: Das Gespräch wurde vor der Neuverpflichtung von Matt Pelech geführt.) // Text: DK

servushockeynight.com: Erzählen Sie uns etwas über Ihre Vorbereitung.

Gerhard Unterluggauer: Ich bin sehr zufrieden. Wir sind erst recht kurz auf dem Eis, in der ersten Woche hatte wir eine Tryout-Phase, in der wir auch relativ viele junge Spieler eingeladen haben – unsere 97er, die jetzt aus dem U20-Programm rausfallen, die wollten wir uns nochmals ansehen. Ebenso wie einige Gastspieler. Es war sehr interessant, haben dann am Freitag der letzten Woche den Cut gemacht und sind mit unseren vier Linien auf dem Eis.

Was wissen Sie über die Firma, bei der Sie tätig sind?

(lacht) – Ich weiß viel, immerhin bin ich hier groß geworden. Auch wenn ich einige Jahre weg war, ich bin immer wieder zurückgekehrt. Was charakterisiert den VSV? Das ging in den letzten Jahren leider etwas verloren: Die Härte, die Liebe zum Verein, die Mentalität – das ist eigentlich der VSV. Normalerweise ist die Mannschaft wie eine Familie, sie hält zusammen, sie funktioniert, sie gewinnt zusammen und verliert zusammen. Das waren über Jahre hinweg die Gründe, warum wir mit Villach vorne dabei waren. Um das zurückzuholen, bringt man die richtigen Charaktere nach Villach. Die Stimmung in der Mannschaft ist wieder sehr gut, die Einstellung ist überragend. Die Burschen trainieren so hart, dass man einige wieder runterholen muss, weil sie zu viel machen wollen. Als Trainer ist es schön zu sehen, dass diese Mentalität wieder nach Villach zurückkehrt.

An welchen 3 Dingen werden Sie bis zum Saisonstart arbeiten?

D-Zone, D-Zone, D-Zone

Ich bin ein junger Trainer, der sicherlich noch viele Fehler macht. Dafür mache ich manche Dinge anders oder besser, als so manch älterer Trainer.

Als Trainer: Was sind Ihre größten Stärken und derzeitigen Schwächen?

Die hat jeder Mensch. Ich bin ein junger Trainer, der sicherlich noch viele Fehler macht. Dafür mache ich manche Dinge anders oder besser, als so manch älterer Trainer. Das Feedback der Jungs ist sehr gut – sie hören mir noch zu (lacht).

Was kann der VSV in der Liga bieten, was andere Mitbewerber nicht bieten können?

Das familiäre Umfeld, die Gegend in der wir beheimatet sind und so wie wir jetzt aufgestellt sind, ist jeder sehr, sehr happy über unser Umfeld.

Wo sehen Sie sich am Ende der Saison?

Ich hoffe im Playoff.

Warum denken Sie, dass Ihr Verein die richtige Besetzung für diese Stelle ist?

Eine gute Frage. Das wird sich herausstellen – so nach 52 Spielen. Ich habe ein gutes Gefühl mit der zusammengestellten Mannschaft, bei den restlichen Faktoren kann zu viel passieren.

Sind sie bereit, für diese Position Überstunden zu leisten?

Die leiste ich schon seit drei Monaten (lacht).

Video: Erste Bank Eishockey Liga – 12 Checks in 90 Sekunden