Michael Grabner hat in den letzten sechs Spielen fünf Mal gepunktet. Hier spricht er über seinen Lauf, persönliche Meilensteine und sein Hoppala.

servushockeynight.com: Du hast in den letzten sechs Spielen fünf Mal gepunktet. Ist dir sozusagen der Knopf aufgegangen?
Grabner: Ich weiß nicht, ob man das Knopf aufgehen nennt. Aber ich bin froh, dass ich dem Team in den letzten Spielen offensiv helfen konnte. Ich hatte in den ersten acht bis 10 Spielen viele Chancen, die leider nicht reingegangen sind. Aber es macht immer Spaß, Tore zu schießen und so einen Lauf zu haben.

Von den fünf Punkten waren es drei Tore und davon zwei im Alleingang. Du scheinst ein Geizkragen hinsichtlich Assists zu sein. Resultieren die Alleingänge situationsbedingt oder aufgrund deiner Stärke, der Geschwindigkeit?
Ich würde sagen, das ist eine Mischung aus allem. Oft bekomme ich die Chance durch Fehler des Gegners, wo ich meine Schnelligkeit ausnützen und den Puck holen kann. Aber hoffentlich kann ich noch ein paar Tore vorbereiten und mit meiner Linie offensiv Chancen erarbeiten.

Du bist noch immer der oder einer der schnellsten Skater in der NHL. Eure Gegner scheinen das, wenn man deine Alleingänge sieht, oft zu vergessen. Was glaubst du, warum?
Ich glaube nicht, dass sie das vergessen. Aber über die Jahre habe ich gelernt, wann und wie ich die Schnelligkeit einsetzen muss und kann. Dann ist es für den Gegner schwer, das zu stoppen. Aber es gibt genügend schnelle Spieler in der Liga und es kommen auch immer welche dazu.

Wenn man dir im Spiel zusieht, fällt es einem nicht auf, dass du wegen der erlittenen Augenverletzung Einschränkungen hast. Wie geht’s dir heute damit?
Es ist gut genug zum spielen.

Gegen die Columbus Blue Jackets hast du deinen 100. Karriere-Assist in der NHL gemacht. Bedeuten dir derartige Karrierehighlights was oder denkt man gar nicht darüber nach?
Denken tue ich nicht wirklich daran. Heutzutage wird man durch Social Media und allem natürlich erinnert, aber ich werde nach meiner Karriere zurückblicken und dann alles betrachten, was ich geleistet habe. Jetzt konzentriere ich mich nur auf das Sportliche und schaue, dass ich meiner Mannschaft so gut wie möglich helfen kann.

Nach 19 Spielen seid ihr – wenn man das jetzt so früh sagen darf – im Playoff-Rennen. Welche Erwartungen hat die Coyotes-Organisation an das Team?
Ich glaube, die Erwartungen sind in der Organisation für alle, dass wir in die Playoffs kommen. Wir hatten einen guten Start und müssen auf das weiter aufbauen. Es ist eine lange Saison und wir müssen schauen, dass wir weiter konstant spielen und die Höhen und Tiefen so gut wie möglich meistern. Dann haben wir eine gute Chance, am Ende mitzuspielen.

Zuletzt hast du auf Instagram mit deinem „Homevideo“ (Anm: Selbst ausgesperrt) für Aufsehen gesorgt. Rennt nach so einer Aktion der Schmäh in der Kabine?
Natürlich wird darüber gesprochen und ein paar Worte gewechselt. Aber das gehört dazu in einer Mannschaft. Das ist auch eines der Dinge, die du später nach Ende deiner Karriere mal vermissen wirst.