Head Coach Doug Mason nach dem 2:1-Sieg gegen Salzburg über Platz 1 in der Pick-Round, die Qual der Wahl sowie ihren erst 19-jährigen Tormann der Graz 99ers.

Text: Julia Baumgartner

Nach 2.299 Tagen – ganz genau seit dem 16. November 2012 – konnten die Graz 99ers nun das erste Mal wieder im Volksgarten gewinnen: Die Steirer besiegen Salzburg mit 2:1 und fügen dem Neo-Headcoach der Bullen, Andreas Brucker, damit nach zwei Siegen in Folge die erste Niederlage zu. 99ers-Trainer Doug Mason über …

… das Spiel gegen Salzburg:

„Das ungewohnt langsamere Tempo von Salzburg war gut für uns. Aufgrund von fünf Ausfällen konnten wir nur mit drei Linien spielen. Neben unserem Nummer-Eins Tormann fehlte auch eine ganze Sturmreihe. Es ist daher ein umso schöneres Ergebnis. Denn ohne diese Topspieler war es eine umso schwierigere Aufgabe. Der Schlüssel zum Erfolg war: Wir haben in allen drei Zonen gut defensiv gespielt.“

… Platz 1 in der Pick-Round:

„Wir haben fünf Punkte Rückstand auf Wien. Das Wichtigste für uns ist aber, dass wir mit dem Sieg gegen Salzburg Platz zwei bestätigt haben. Klagenfurt hatte die Chance, uns zu überholen. Diese Chance ist jetzt weg. Der KAC muss sich jetzt Sorgen um Platz drei machen. Sie spielen noch gegen die Bullen und die haben nur drei Punkte Rückstand. Unser zweiter Platz ist sicher und wir haben immer noch eine sehr kleine Chance auf Platz eins. Man kann immer überraschen.“

… die erstmalige Qual der Wahl beim Picken:

„Ich habe mir natürlich schon meine Gedanken gemacht. Am Donnerstag haben wir zu diesem Thema ein Mannschaftsgespräch. Ich weiß, was ich sehe. Aber die Jungs fühlen es. Sie sind auf dem Eis und gehen mit den Gegnern in die Ecken. Ich finde es wichtig, dass die Jungs auch ihre Meinung sagen. Jeder Spieler kann am Donnerstag zwei Lieblingsgegner nominieren. Gemeinsam mit meinem Co-Trainer Jens Gustaffson werden wir dann unsere Ideen und die Meinungen der Spieler hernehmen und uns dann für einen Gegner entscheiden. Es stehen mittlerweile auch Znojmo und Linz in den Playoffs.“

… den erst 19-jährigen Tormann der Grazer:

„Robin Rahm ist derzeit krank. Der junge Schwede Simon Rönning hat bisher sehr solide gespielt. Er bewegt sich nicht zu viel. Er ist überhaupt nicht chaotisch und dieses Gefühl strahlt er auch aus. Die Verteidiger und Stürmer haben Vertrauen in ihn. Das war im ersten Drittel gegen Klagenfurt noch nicht der Fall. Niemand wusste, was man von einem 19-Jährigen erwarten kann. Aber nach zehn Minuten gegen den KAC hatten die Jungs das Gefühl: ‚Es geht.‘ Und dann haben wir die letzten zwei Drittel super Eishockey gespielt. Leider haben wir kein Tor geschossen.“

… das Heimrecht in den Playoffs:

„Das war ein Ziel. Ich bin gespannt, wie es im Viertelfinale im Bunker dann zugehen wird. Die Fans haben die Stimmung langsam aufgebaut. Ich erwarte mir in der Viertelfinal-Serie, dass die Hütte brennen wird.“

… das bittere Viertelfinal-Aus als Grunddurchgangssieger (gegen Zagreb 2010):

„Natürlich ist alles möglich. Jedes Jahr gibt es eine Überraschung und fast immer scheidet eine der vier Top-Mannschaften aus. Wir müssen schauen, dass nicht wir diese Überraschung sind.“

… das Ziel:

„Das Ziel ist alles, alles was wir können. Wir schauen von Spiel zu Spiel. Und wenn wir im Viertelfinale vier Spiele gewonnen haben, dann machen wir das auch weiterhin im Halbfinale.“

Die Servus Hockey Night zeigt am kommenden Sonntag im Rahmen des Spiels KAC vs. Fehervar nach der Partie die Picksendung!

Game Report PR 8: Salzburg vs. Graz