Hannu Järvenpää im Interview über die Ziele mit Fehervar, seinen Werdegang, die Vorbereitung und mögliche Überstunden.

Aus was bestehen die meisten Vorstellungsgespräche? Richtig, aus nervenaufreibenden Fragen. Pünktlich zur neuen Saison haben wir die Klubs der Erste Bank Eishockey Liga zum Vorstellungsgespräch gebeten. Mit allem, was dazu gehört. Die Anrede ist Per Sie, die Fragen sind mehr oder weniger leicht zu beantworten und kommen druckfrisch aus den Personalbüros des Landes. Heute im Vorstellungsgespräch: Fehervar-Trainer Hannu Järvenpää. Bitte, nehmen Sie doch Platz. // Text: DK

servushockeynight.com: Erzählen Sie uns etwas über Ihren beruflichen Werdegang in der Erste Bank Eishockey Liga.

Hannu Järvenpää: Ich habe mein erstes EBEL-Spiel als Coach mit Laibach 2009 bestritten. Wir spielten zuhause gegen den KAC, den amtierenden Champion – wir haben gewonnen. Wenn Sie mich jetzt fragen, wie wir das geschafft haben – ich weiß die Antwort noch immer nicht. Es gab mir das Gefühl, dass diese Liga einfach zu spielen ist. Das nächste Spiel haben wir 0:6 verloren und ich fiel aus allen Wolken. Ich bin jetzt schon einige Jahre dabei und die Entwicklung in der Liga ist wirklich interessant zu beobachten. Die Teams werden besser, die Schiedsrichter werden besser und ich fühle mich privilegiert, ein Teil dieser Liga sein zu dürfen.

Erzählen Sie uns etwas über Ihre Vorbereitung.

Es läuft gut. Von unseren Vorbereitungsspielen in der ersten Woche haben wir nur eins verloren.

Wie viele hatten Sie?

Eins (lacht)

Was wissen Sie über die Firma, bei der Sie tätig sind?

Mein Klub hat große Schritte nach vorne gemacht. Viktor Szelig (Manager, Anm.) macht einen wirklich guten Job. Er versucht immer neue Wege zu finden, um den Eishockey-Klub in Székesfehérvár weiter auszubauen. Runtergebrochen auf meine Mannschaft bedeutet das: Wir haben heuer viel Erfahrung drinnen, aber auch junge Spieler, die für einen interessanten Mix machen. Wenn ich meine Gefühle mit einem Wort beschreiben müsste: Zuversichtlich.

An welchen 3 Dingen werden Sie bis zum Saisonstart arbeiten?

Erstens: Teamspirit – auf und abseits vom Eis.  Zweitens: Viele Basics, also passen, schießen und solche Dinge. Drittens: Kondition – die Jungs müssen schwitzen, ob sie es mögen oder nicht.

Als Trainer: Was sind Ihre größten Stärken und Schwächen?

Ich bin ein Mensch. Ich versuche nicht, jeden Tag den Boss raushängen zu lassen. An anderen Tagen muss ich meine Muskeln zeigen, das gehört dazu, wenn man jeden Spieler individuell behandeln will – das ist eine Stärke von mir. Schwäche: Ich überhitze vielleicht manchmal zu schnell, aber ich arbeite daran (lacht).

Was kann Fehervar  in der Liga bieten, was andere Mitbewerber nicht bieten können?

Spieler, die auch mal ihr hässliches Gesicht zeigen können (lacht).

Wo sehen Sie sich am Ende der Saison?

Ich sitze entweder im Bus auf dem Weg zum nächsten Spiel oder ich sitze in meinem Büro nach unserem letzten Spiel und lächle. (Flüstert):Wir haben jetzt einen Plan, um in die Playoffs zu kommen, aber ich denke wir sind nicht die einzigen in der Liga. 

Warum denken Sie, dass Ihr Verein die richtige Besetzung für diese Stelle ist?

Ich kann mit Individualisten sehr gut umgehen. Wir sind alle unterschiedlich, aber die Behandlung ist für alle gleich. Eiszeit ist nicht gerecht, meine Behandlung schon.

Eiszeit ist nicht gerecht, meine Behandlung schon

Sind sie bereit, für diese Position Überstunden zu leisten?

Ich gebe Ihnen einen kleinen Einblick: Wir spielten an einem Freitag, die Spieler hatten Samstag und Sonntag frei. An beiden Tagen spulte ich zwei Arbeitstage ab, um sicher zu gehen, dass wir genug aus diesem Spiel lernen können. Also ja, ich bin bereit Überstunden zu leisten.

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