In der Schweiz sind die Weichen im Eishockey gestellt.

Bei der außerordentlichen Ligaversammlung der Schweizer National League und Swiss League wurden einige, der Corona-Krise geschuldeten, Neuerungen besprochen.

Neu ist, dass es in der nächsten Saison weder in der National- noch in der Swiss League einen Absteiger geben wird. Die Ligaversammlung reagiert mit diesem Entscheid auf die aktuelle Situation, um zu verhindern, dass Clubs aufgrund eines drohenden Abstiegs unter zusätzlichen finanziellen respektive wirtschaftlichen Druck oder in Existenznöte geraten.

Aufstieg wäre praktisch möglich

Ein Aufstieg des Swiss-League-Schweizermeisters in die National League bleibt möglich. Bedingung dafür ist, dass der Club bis Ende August 2020 einen entsprechenden Antrag zuhanden der Lizenzkommission eingereicht hat und sämtliche sportlichen und wirtschaftlichen Kriterien für einen Aufstieg in die höchste Liga erfüllt. Dasselbe gilt auch für einen Aufstieg von der MySports League in die Swiss League.

Neuer Modus wird eingeführt

Die Qualifikation 2020/21 wird neben den üblichen 50 Runden zusätzlich zwei so genannte Solidaritätsspiele umfassen. Diese finden am 1. November 2020 und am 14. Februar 2021 statt.

Erstmals werden Pre-Playoffs gespielt. Hier nehmen Mannschaften der Platzierungen 7 bis 10 nach Abschluss der Qualifikation teil. In einer Best of Three-Serie trifft die siebtplatzierte Mannschaft (Heimvorteil) auf den Zehntplatzierten.

Gleiches gilt für die Platzierten acht und neun. Für die Verlierer der Pre-Playoffs ist die Saison vorbei. Das anschließende Viertelfinale wird im bisherigen Modus gespielt.

Weil es in der Saison 2020/21 keine Absteiger gibt, wird keine Ranking Round, kein Playout-Final und keine Ligaqualifikation gespielt. Für die zwei letztplatzierten Clubs ist die Meisterschaft nach der Regular Season zu Ende.
Die Änderungen im Modus für die Saison 2020/21 gelten für beide Ligen.

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