Mit Innsbruck ist neben der Dornbirn der zweite West-Club in der Erste Bank Eishockey Liga in den Playoffs nur Zuschauer. Um die Saison der Haie aufzuarbeiten hat die Servus Hockey Night in Tirol Station gemacht und mit Haie-Captain Tyler Spurgeon gesprochen.

Text: Martin Pfanner // Auf Twitter: @mpfanner  // Auf Instagram: @martinpfanner

An dieser Stelle findet ihr in unregelmäßigen Abständen Einschätzungen der Servus-Hockey-Night-MitarbeiterInnen zur Spielzeit 18/19. Ob VOR, WÄHREND, oder NACH der Saison, es gilt: immer subjektiv und auf eigenen Beobachtungen beruhend. Darüber hinaus: Immer fair, aber manchmal kontrovers.

Innsbruck: Lack Of Consistency

Die größte Baustelle bei TWK Innsbruck „Die Haie“ ist schnell identifiziert. Haie-Stürmer Tyler Spurgeon benennt die größte Schwäche der Tiroler sofort: die fehlende Konstanz. Der Saisonstart: mit drei Siegen aus zehn Spielen zum Vergessen. Nach einem kurzen Höheflug dann nach dem ersten Länderspiel-Break ein Spiegelbild der Tiroler Saison: in den ersten sechs Spielen nach der November-Pause folgte auf einen Sieg immer eine Niederlage.

Wo die letzten zwei Jahre noch Playoff-Hockey gespielt wurde, herrscht nun gähnende Leere

Yogan, Clark, Pallin – Quo vadis HCI 19/20?

Selbstverständlich kommt man nach der enttäuschenden Saison der Innsbrucker auch nicht umhin, einen Ausblick auf die kommende Spielzeit zu werfen. Die Import-Reduzierung der Erste Bank Eishockey Liga (Exklusiv: So funktioniert die Punkteregel 2.0) wird den HCI dazu zwingen am Transfermarkt tunlichst keine Fehler zu machen. Mit Spurgeon, Lammers, Boivin, Sedivy, Wachter und Pedevilla sind bereits erste Vertragsverlängerungen unter Dach und Fach, weitere sollen folgen.

Die Chance, dass das Top-Duo Andrew Yogan und Andrew Clark auch weiterhin am Inn auf Torjagd geht? „Um es für euch spannend zu machen, sage ich 50 / 50“, so Spurgeon verschmitzt. Auch Rob Pallins Zukunft sieht der 32-Jährige weiter auf der Bank der Haie. Und auch wenn es vom Club dazu noch keine offizielle Meldung gibt, so gilt es als wahrscheinlich, dass Pallin und der HCI auch in ein gemeinsames viertes Jahr gehen.

221 von 226 oder 97,7% der möglichen Spielen hat Tyler Spurgeon im Dress der Haie absolviert

Der Servus Hockey Night erzählt Spurgeon weiters was ihm nach seinem Abgang aus Klagenfurt lange nachgegangen ist, seine Stärke am Bully-Punkt, wie er seine Off-Season gestaltet und von seiner persönlich schönsten Playoff-Erinnerung.

Tyler Spurgeon ungekürzt

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Die hieb- und stichfeste Prognose für Innsbruck:

Der vor zwei Tagen an dieser Stelle verfasste Ausblick auf die kommende Spielzeit bei Dornbirn (Dave MacQueen im Exit-Interview) könnte mit leichten Adaptierungen auch für die Innsbrucker gelten. Wenn die VEU in die Liga einsteigt wird es nicht einfacher gute Österreicher zu engagieren, bei den Imports darf man sich ebenfalls keinen oder maximal einen Fehlgriff erlauben. Und schließlich entscheidet auch wie viele Verletzungen ein in punkto Tiefe nur bedingt strapazierfähiger Kader verkraften wird. Es ist kein Zufall, dass Dornbirn und Innsbruck immer dann in den Playoffs waren, wenn der Verletzungsteufel nicht gewütet hat. Bei TWK Innsbruck „Die Haie“ bergen auch die Umbauarbeiten im Vorstand eine gewisse Spannung.

Welcher Weg wird eingeschlagen? Welche Ziele vorgegeben? Davon – und aus der Import-Politik – ergibt sich, ob Innsbruck kommende Saison ein Kandidat für die Platzierungsrunde oder die Qualifikationsrunde sein wird.

Im Locker-Room der Haie ist bereits Ruhe eingekehrt.