Im Abstiegskampf wird der Japaner Nobuhiro Sugawara mit einem Eigentor zum traurigen Helden des WM-Turniers.

Es ist der 27. April 2004. In Tschechien ist die Eishockey-WM bereits im vollen Gang. In der Vorrunden-Gruppe C spielen Schweden, Russland, Dänemark und Japan.

Dänemark und Japan sind krasse Außenseiter. Zwischen diesen beiden Nationen kommt es auch zum entscheidenden Spiel. Die große Frage: Wer muss in die Abstiegsrunde?

Diese Frage bleibt im Aufeinandertreffen lange unbeantwortet. Dänemark geht 1:0 in Führung, Japan dreht das Spiel zum 2:1. Das erste Drittel endet 2:2. Im Mittelabschnitt gehen die Japaner erneut in Führung, doch Kim Staal gleicht bis zur zweiten Sirene im Powerplay zum 3:3 aus.

Sugawaras kurioser Auftritt

Im dritten Abschnitt fällt schließlich die Entscheidung. Und wie. Dänemarks Bo Nordby Andersen kommt von rechts zum japanischen Tor angefahren. Er spielt den Puck vorbei an Japans Goalie Yutaka Fukufuji.

Der Puck landet im Slot und dort steht der japanische Routinier Nobuhiro Sugawara. Der schießt den Puck ins eigene Tor. Im Glauben, das Spiel entschieden zu haben, reißt er die Hände jubelnd in die Höhe. Nur wenige Sekunden später bemerkt er, dass er den wahrscheinlich größten Fehler seiner Karriere begangen hat.

Dänemark blieb in der A-Gruppe. Die Asiaten mussten in die Abstiegsrunde. Japan kommt dort zu zwei Remis und einer Niederlage und muss absteigen.