EHC Biel-Bienne-Goalie Jonas Hiller musste Karriere unfreiwillig früher beenden.

Mit dem Abbruch der National League in der Schweiz musste ein Schweizer-Eishockeyheld Wochen früher als gedacht von der Großen Bühne abtreten: Jonas Hiller.

Wie in Deutschland etwa bei Marcel Goc wurde auch Hiller von der Coronavirus-Pandemie in die Knie gezwungen. Der Schweizer war eines der Aushängeschilder des eidgenössischen Eishockeys. Seinen Rückzug aus dem aktiven Stand hat er bereits im August 2019 bekanntgegeben. Das Ende sollte aber anders ausschauen…

Drei Titel mit Davos

Hiller holte mit dem HC Davos drei Meistertitel und gewann mit diesem Club auch zwei Mal den Spengler Cup. Mit diesen Erfolgen im Gepäck machte sich der Schweizer auf den Weg in die NHL.

Anfänglich war er bei den Portland Pirates in der American Hockey League im Einsatz, fand aber schnell den Weg in den Kader der Anaheim Ducks.

Zwischen 2007 und 2014 spielte er für die Ducks und kam im Anschluss an diese Zeit zu den Calgary Flames, wo seine NHL-Karriere „dank“ Coach Bob Hartley ein jähes Ende fand. Hartley und Hiller waren keine Freunde.

Im Laufe seiner NHL-Karriere durfte er an einem NHL All-Star Game teilnehmen.

„Sei ein fauler Sack“

„Es ist schwierig, gute Leistungen zu bringen, wenn du weisst, dass dich der Coach eigentlich gar nicht mehr sehen will. Hartley sagte, ich sei ein fauler Sack. Nur weil ich schwierige Situationen einfach habe aussehen lassen, wenig spektakuläre Spagate machte“, gab Hilller vor längerer Zeit zu Protokoll.

In seinen letzten zwei Jahren als Profi spielte er als Teamkollege von Peter Schneider und Stefan Ulmer beim EHC Biel-Bienne. Hiller war als Nati-Goalie bei vier Weltmeisterschaften und drei Olympischen Spielen für die Schweiz im Einsatz.

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