Ex-NHL-Goalie Jonas Hiller ist neuer Präsident der Spielergewerkschaft. Deutschland will er sich nicht als Vorbild nehmen.

Er wollte nach der letzten Saison seine Karriere beenden. Das Coronavirus setzte seiner Karriere still und heimlich einen Schlusstrich. Nun ist Jonas Hiller wieder zurück im Geschäft.

Er steht der Schweizer Spielergewerkschaft als Präsident vor. Im Interview mit einer Schweizer Tageszeitung meinte er: „Ich hätte es ohnehin nicht lange ohne Eishockey ausgehalten.“

Erstes Thema: Salary Cap

Der ehemalige NHL-Goalie und zuletzt Teamkollege von Peter Schneider beim EHC Biel-Bienne sieht die Gehaltsobergrenze als eine seiner ersten Themen.

Eine finale Meinung zum Salary Cap hat sich der 38-Jährige noch nicht gemacht, denkt aber, dass die Spieler diesbezüglich eine lösungsorientierte Haltung haben.

„Die Spieler wollen nicht unbedingt ein Höchstgehalt. Gleichzeitig können sie nicht immer jedes Jahr mehr Geld verdienen. Solange aber kein konkreter Vorschlag der Liga auf dem Tisch liegt, ist es schwierig, eine Meinung abzugeben“, sagte Hiller.

Nächstes Thema: Ausländerregelung

Nachdem die Schweizer Liga mit der NHL ein Transferabkommen abgeschlossen hat, wird die Diskussion um die Ausländerregelung laufend befeuert.

Dazu hat Hiller eine differenzierte Meinung: „Wenn ich mich in die Lage des Spielers versetze, würde ich sagen, dass ich es vorziehe, weniger Konkurrenz zu haben.“

Weiters meinte der ehemalige Goalie: „Aber mit der Möglichkeit, in der nächsten Saison ein zusätzliches Team zu haben, oder mittelfristig sogar zwei weitere, müssen wir darüber nachdenken. Wird es uns gelingen, so viele Schweizer Spieler zu halten, um das hohe Niveau der aktuellen Meisterschaft zu halten?“

Er will vermeiden, dass nur die reicheren Vereine ausländische Spieler einstellen. „Wir müssen vermeiden, das Muster von Deutschland zu wiederholen, wo ausländische Spieler Spitzenpositionen übernommen haben. Das hat zu einem Rückgang des deutschen Eishockey-Niveaus geführt“, so Hiller.

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