Yasin Ehliz kehrte nach wenigen Monaten in der NHL wieder nach Deutschland zurück. Nun teilt er gegen seinen Ex-Club aus Calgary aus.

Yasin Ehliz teilt gegen die Calgary Flames aus. Der 25-Jährige gehört zu jenen Spielern, der nach dem Auftrieb durch die Silbermedaille mit Deutschland bei den Olympischen Spielen in die NHL wechselte. Der Traum von der großen NHL-Karriere zerplatzte aber nach wenigen Monaten. Vor wenigen Tagen unterschrieb Ehliz einen Vertrag bei Red Bull München und kehrt somit in die DEL zurück. Ein NHL-Spiel hat er keines in den Beinen. Über die Hintergründe, warum das so kam, wurde Ehliz nie aufgeklärt, wie er jetzt in einem Interview mit der Welt erklärt.

Ehliz: „Man ist eine austauschbare Nummer“

„Von den Flames hat mir keiner gesagt, was sie von mir wollen, oder was ich nicht gut gemacht habe. Keiner hat mit mir auch nur ein Wort geredet. Ich frage mich auch, warum sie mich unter Vertrag genommen haben. Wahrscheinlich werde ich es nie erfahren.“ Auch im AHL-Team kam Ehliz nicht auf Betriebstemperatur – generell machte ihm der raue Umgangston in Übersee zu schaffen: „Kommunikation findet nicht statt. Menschliche Wärme gibt es nicht. Man ist einfach nur eine beliebige, austauschbare Nummer.“

Trotz dieser negativen Erfahrungen will Ehliz die NHL auch in Zukunft nicht ausschließen: „Die jetzigen Erkenntnisse machen mich nur stärker. Ich glaube fest daran, dass ich noch einmal ein Angebot bekommen werde und dann auch eine Chance erhalte, auf dem Eis zeigen zu dürfen, was ich wirklich kann.“

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