Pre Season-Interviewserie: Andreas Kristler (Liwest Black Wings Linz) spricht über Teamkollegen, neue Linzer und den Erfolg.

Interview: Erich Hober

servushockeynight.com: Wie ist die Vorbereitung auf die neue Saison bisher persönlich verlaufen?

Andreas Kristler: Persönlich sehr gut. Es war bisher ein hartes Training. Mit dem Beginn der Testspiele geht es nun darum, wieder langsam in den Rhythmus zu kommen. Wir haben sechs Vorbereitungsspiele und müssen schauen, dass wir uns von Spiel zu Spiel weiterentwickeln.

Es gibt Dinge, die gefallen einem in der Vorbereitung und Dinge, auf die man ruhig jedes Jahr verzichten könnte. Wie sieht es damit bei dir aus?

Ich hasse eigentlich nichts. Ich bin froh, dass ich nach wie vor Eishockey spielen kann und ich glaube, wir sind alle ehrgeizige Typen und jeder will jedes Jahr stärker werden. Deshalb muss auch die nötige Konsequenz da sein, um Kraft aufzubauen, um die Ausdauer zu verbessern. Das ist das Ziel im Sommer bzw. der Vorbereitung.

Hat dich in der Vorbereitung ein Teamkollege bisher positiv überrascht?

Es haben sich ein paar Teamkollegen sehr entwickelt bzw. sehr hart an sich gearbeitet. Da muss ich Dragan Umicevic und Dan DaSilva hervorheben. Beide haben im Sommer eine gute Arbeit geleistet und sind mit einer wirklich guten Verfassung zum Team gestoßen.

Was dürfen die Gegner heuer von den Black Wings Linz erwarten?

Ich glaube auf alle Fälle härtere Spiele in Linz und auch auswärts. Wir sind größer und stärker, vor allem aber auch jünger und schneller geworden. Ich glaube, es wird heuer ganz andere Black Wings geben als in den vergangenen Jahren.

Warum wird Linz am Ende der Saison ganz oben stehen?

Weil wir diesmal einen tiefen Kader haben und dadurch Verletzungen leichter kompensieren können. Es passiert halt leider immer wieder, dass Spieler verletzt ausfallen. Wir wünschen es keinem, aber es gehört leider dazu. Ich glaube, dass wir es mit unserem jungen und dynamischen Team weit bringen können.

An welche Person denkst du, wenn du das Wort „Erfolg“ hörst?

Schwierige Frage. Jeder, der am Ende ganz oben steht, hat Erfolg. Es gibt immer Höhen und Tiefen. Dadurch kommt auch der Erfolg. Man muss alles miterlebt haben. Es gibt für mich keinen speziellen Menschen, den ich damit in Verbindung bringe. Ich hoffe, in Linz können wir eine Erfolgshistorie, wie sie schon da war, nochmal erleben.

Du bist schon sehr lange im Geschäft. Gibt es in der Erste Bank Eishockey Liga ein Stadion, wo du besonders gerne spielst?

Wenn ich Bozen sage, sind alle beleidigt, weil es keine österreichische Mannschaft ist. Villach ist immer ein spezieller Ort für mich. Wenn Villach wieder mehr Erfolg hat, wird es dort wieder ein cooler Platz zu und gegen Villach zu spielen.

Gibt es etwas in deinem Umfeld oder deinem Tun, das du in der kommenden Saison nicht mehr machen bzw. verändern willst?

Wir haben generell das Trainingsprogramm umgestellt und mit Phil (Anm.: Philipp Lukas) einen guten Konditionstrainer und Off Ice-Coach. Er macht eine gute Arbeit. Er legt sehr viel Wert auf Mobilität und kümmert sich auch darum, dass wir auf unsere Körper besser schauen, besser ernähren, fit bleiben und auch nicht immer mit schweren Gewichten trainieren und uns dabei auch verletzen.

Zur Person

Geboren am: 30. August 1990
Gewicht/Größe: 82kg/180cm
Position: LW/C
Bisherige Vereine in der EBEL: EC VSV, EC Red Bull Salzburg, EHC Black Wings Linz
Statistik: 562 Spiele – 105 Tore – 118 Assists – 223 Punkte – 618 Strafminuten (inkl. Playoffs)
Größte Erfolge: 2 x EBEL Champion; 1 x European Trophy Champion