Die Vegas Golden Knights und die Washington Capitals eröffnen in der Nacht auf Dienstag in Las Vegas die Best-of- seven-Serie des Stanley-Cup-Finales.

15,5 Kilogramm wiegt die Trophäe, die für jedes der beiden Teams bisher unerreicht war. Es handelt sich um ein historisches Finale in der NHL, das einen Premierensieger sehen wird.

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Las Vegas überraschte in seiner Premieren-Saison die komplette Eishockey-Welt. Im Juni 2017, als die Pittsburgh Penguins den Titel erfolgreich verteidigten, gab es die Golden Knights noch überhaupt nicht. Die Mannschaft brach in der ersten Saison sämtliche Rekorde und begeisterte mit Tempo-Eishockey. Mit dem NHL-Triumph würde das Team von Trainer Gerard Gallant eine der größten Sensationen in der Sportgeschichte schaffen.

„Keiner hat mit uns gerechnet“, sagte der in den Play-offs überragende Torhüter Marc-Andre Fleury. „Jetzt wollen wir auch den letzten Schritt gehen.“ Er ist der wichtigste Erfolgsbaustein auf dem Eis. Der 33-Jährige blieb in vier von 15 Playoff-Partien ohne Gegentor und kommt auf eine Abwehrquote von 94,7 Prozent. Fleury, zuvor bei den Pittsburgh Penguins nur die Nummer 2 hinter Matt Murray, könnte zum vierten Mal und zum dritten Mal in Serie den Stanley Cup gewinnen. Über sich hinausgewachsen ist auch William Karlsson, der in der Regular Season und im Play-off bisher 49 Mal erfolgreich war. Zuvor hatte der 25-jährige Schwede nie mehr als neunmal in einer NHL-Saison getroffen.

„Wir sind nur eine Gruppe von Eishockeyspielern, die ein neues Zuhause finden wollten und es gefunden haben“, sagte Jonathan Marchessault, der mit acht Treffern beste Vegas-Torschütze im Playoff ist. „Wenn jeder Spieler seine Rolle ausfüllt und nur an das Wohl des Teams denkt, ergibt das eine Mannschaft, die gewinnt, auch wenn wir außer unserem Tormann keinen Superstar haben“, merkte Pierre-Edouard Bellemare an.

Owetschkin: „Was hier passiert, ist enorm“

Finalgegner Capitals aus der US-Hauptstadt mit Superstar Alex Owetschkin hat 43 Jahre eher den Ruf als Verlierer gehabt: Top in der regulären Spielzeit, aber wenn es darauf ankam, hat man stets versagt. „Wir haben so lange daraufhin gearbeitet. Ich kann den Beginn kaum erwarten“, sagte Owetschkin, der sich in seiner 13. Saison endlich den großen Traum erfüllen will. „Was hier passiert, ist enorm. Die ganze Stadt ist aufgedreht, alle pushen uns“, erklärte Owetschkin.

Auf dem Weg ins Finale wurde u.a. im Viertelfinale Titelverteidiger Pittsburgh mit Superstar Sidney Crosby aus dem Rennen geworfen. Ihr bisher einziges NHL-Finale haben die Washington Capitals 1998 mit 0:4 gegen die Detroit Red Wings verloren (APA).

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