Heute vor 88 Jahren fand das erste Eishockey Spiel im Maple Leaf Gardens statt. Heute ist das Stadion ein Stück Eishockey-Geschichte.

Maple Leaf Gardens in Toronto war das Herzstück der größten Erfolge der Toronto Maple Leafs. In der, neben Montreal, eishockeyverrücktesten Stadt Kanadas wurden insgesamt 13 Stanley Cups gefeiert.

Nur sechs Monate Bauzeit

Verantwortlich für den Bau des Maple Leaf Gardens war Conn Smythe. Der Bau der Arena dauerte nur knapp sechs Monate und kostete läppische 1,5 Millionen Dollar (Anm.: bedingt durch die damals vorherrschende Wirtschaftskrise, durch die beinahe 30 Prozent der Baukosten eingespart werden konnten.). 1.300 Arbeiter waren an diesem Projekt beschäftigt.

Grund für den Bau des Maple Leaf Gardens war der zuvor verhinderte Verkauf der Toronto St. Patricks nach Phildelphia im Jahr 1927. Smythe war die treibende Kraft für den Verbleib in Toronto. Er benannte das Team um in Toronto Maple Leafs. Es blieb nicht bei der Umbenennung. Die Mannschaft wurde verstärkt, das Interesse der Fans immer größer.

Eröffnung ging in die Hose

Am 12. November 1931 fand das erste Spiel der Toronto Maple Leafs statt. Die Heimpremiere vor 13.233 Zuschauern ging gegen die Chicago Black Hawks mit 1:2 verloren. Es war die bis dahin größte Zuschauerkulisse bei einem Eishockeyspiel. Die Karten für das Spiel kosteten damals zwischen 95 Cent und 2,75 Dollar.

Willkommen, Lord Stanley

Gleich im ersten Jahr im Maple Leaf Garden holten die Toronto Maple Leafs ihren ersten Stanley Cup (1931/32). Zehn weitere sollten folgen. Den Leafs werden in der Cup-Statistik insgesamt 13 Cup-Gewinne angerechnet. Die ersten beiden Cup-Siege wurden von den Leafs-Vorgängerclubs Toronto Arenas und Toronto St. Patricks gewonnen.

1999 endete die Ära. Kurios dabei: Beim letzten Spiel in den Maple Leaf Gardens hieß der Gegner am 13. Februar 1999 wieder Chicago Blackhawks. Wie im Eröffnungsspiel in dieser Arena, gewannen die Hawks auch das letzte Spiel.

Die Toronto Maple Leafs zogen ins neugebaute Air Canada Center (heute: Scotiabank Arena) um.

2007 wurde Maple Leaf Gardens zu einer „National Historic Site“ erklärt. Heute befindet sich darin das Sportzentrum der staatlichen Ryerson University sowie ein Supermarkt.

Eishockeyverrückte Stadt

Neben Montreal mit 24 Stanley Cup Siegen ist Toronto ohne Zweifel die eishockeyverrückteste Stadt Kanadas. Die Fans der Leafs müssen sich allerdings ordentlich in Geduld üben. Die letzte Stanley Cup-Parade wurde letztmalig in der Saison 1966/67 abgehalten.