U20-Nationalmannschaft spielt vom in Minsk um den Klassenerhalt in der Division IA. Elf Spieler des 23-Mann-Kaders sind Legionäre.

Für Headcoach Marco Pewal steht die zweiten U20-Weltmeisterschaft vor der Türe. Die Mission ist gleich gestaltet wie 2018 auch: Klassenerhalt.

Vom 9. bis 15. Dezember müssen Österreichs U20-Cracks in Minsk gegen Gastgeber Weißrussland, Norwegen, Dänemark, Lettland und Slowenien bestehen.

Gegen letztere Mannschaft wurde der letzte Test auf heimischem Eis knapp mit 3:2 gewonnen. Im Anschluss daran musste Pewal den Kader auf WM-Größe reduzieren. Nach dem gestrigen Spiel gegen Slowenien sind folgende Spieler nicht dabei: Fabian Hochegger, Mica Moosmann (beide verletzt), Mathias Lichtenecker, Thomas Patterer, Lukas Piff, Armin Preiser (Kaderreduzierung nicht überstanden).

Sehr kurze Vorbereitungsphase

Seit Montag hat Pewal die Jungs beisammen. Drei Tage Trainingslager sind nun beendet. Wenig Zeit, um eine Mannschaft zu formen. Pewal sieht diese kurze Zeit eher locker: „Einige Spieler kannte ich schon, haben unter meiner Führung bereits gespielt. Sie haben alle einen guten Charakter.“

Sein System soll in Minsk aggressiv, offensiv sein. „Ohne aber die Verteidigung zu vernachlässigen“, fügt er hinzu.

Hoher Legionärsanteil

Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist Pewal mit seinen Jungs zufrieden. Beim Test gegen Slowenien kamen nicht alle Spieler zum Einsatz. Erfreut zeigt er sich vor allem über die Entwicklung und die aktuelle Form von Benjamin Baumgartner (HC Davos) und Thimo Nickl (Drummondville Voltigeurs). „Sie spielen auf hohem Niveau“, sagt Pewal.

Der Villacher ist auch mit der Entwicklung der in Österreich spielenden Akteure zufrieden. „Sie haben sich in der 2. Liga gut entwickelt“, glaubt der Villacher.

Der Legionärsanteil im U20-Team ist ein hoher. Vom 23-Mann-Kader sind elf Spieler im Ausland aktiv (USA, Kanada, Schweden, Schweiz, Norwegen). Verstärkung hat das Team von Senna Peeters (Halifax Mooseheads) erhalten. Dieser erhielt vor zwei Tagen die Staatsbürgerschaft.

Gegner kaum bekannt

Im Detail kennt Pewal die Gegner nicht. Nur eines: „Weißrussland ist um eine Klasse besser.“ Die Weißrussen schlugen Österreich 2018 klar mit 5:0. Seine Schlussfolgerung aus dem Slowenien-Test: „Sie haben einen guten Tormann, sind körperlich und eisläuferisch gut.“

Gegen Lettland gab es eine 1:4-Niederlage und Norwegen wurde im Penaltyschießen 3:2 bezwungen.

Wie soll der Klassenerhalt nun gelingen? „Wir hatten bei der letzten WM einen guten Start. Wenn wir über 60 Minuten richtig hart arbeiten und Vollgas geben, ist der Klassenerhalt möglich“, ist sich Pewal sicher.

Heute reiste das Team nach Minsk. Morgen, Freitag, trifft Österreich im letzte Test auf Lettland.

WM Division IA – Minsk

9.12. 2019: Weißrussland – Österreich
10.12. 2019: Österreich – Norwegen
12.12.2019: Dänemark – Österreich
13.12.2019: Lettland – Österreich
15.12.2019: Österreich – Slowenien

Team Austria U20 – Der Kader

Tor
Luca Egger – EC Panaceo VSV
Alexander Schmidt – EC Panaceo VSV
Sebastian Wraneschitz – Skelleftea AIK (Schweden)

Verteidigung
Luis Lindner – Boston Junior Bruins (USA)
David Maier – Peterborough Petes (Kanada)
Thimo Nickl – Drummondville Voltigeurs (Kanada)
Timo Pallierer – spusu Vienna Capitals
Julian Payr – HC Ambri-Piotta (Schweiz)
Jacob Pfeffer – Örebro HK (Schweiz)
Martin Urbanek – EC Panaceo VSV
Jakob Wetzelsberger – EC TWK Innsbruck

Sturm
Patrick Antal – spusu Vienna Capitals
Benjamin Baumgartner – HC Davos (Schweiz)
Tim Harnisch – EC Red Bull Salzburg
Paul Huber – EC Red Bull Salzburg
Benjamin Lanzinger – EC Panaceo VSV
Senna Peeters – Halifax Mooseheads (Kanada)
Valentin Ploner – EC KAC
Maximilian Rebernig – EC Red Bull Salzburg
Paul Schmid – Skien IHK (Norwegen)
Lucas Thaler – Mora IK (Schweden)
Leon Wallner – Södertalje SK (Schweden)
Benedikt Wohlfahrt – EC Panaceo VSV

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