Carey Price gilt für viele als der beste Torwart der NHL. In der vergangenen Saison konnte er das aber nur selten zeigen. Wie er das heuer ändern will. „Ich weiß, dass ich besser spielen kann“, sagt er.

2017/2018 war die schlechteste NHL-Saison seiner Karriere. Carey Price (31) spielt seit elf Jahren für Rekordchamp Montreal Canadiens. Er war der gefeierte Held, für viele der beste Tormann, der aktuell in der NHL spielt. Doch in der vergangenen Saison war alles anders. Price war nicht der Price, den alle kannten.

Dabei unterschrieb er noch einige Monate davor einen Vertrag über acht Jahre, der ihm ab der kommenden Spielzeit ein Jahressalär von 10,5 Millionen US-Dollar einbringt und ihn damit zum bestbezahlten Keeper der Liga machte. Eine Bürde? Womöglich. Aus dem Publikumsliebling wurde in der Hockey-Metropole plötzlich der Buhmann, der für Montreals schwache Saison mitverantwortlich gemacht wurde.

Wie Carey Price besser werden will

„Ich weiß, dass ich besser spielen kann“, sagte Price während eines Trainingslagers von Eli Wilson, wo er mit 18 Nachwuchstorhütern gemeinsam auf dem Eis stand und ihnen Tipps gab. „Ich weiß, wie ich mich auf dem Eis fühle und weiß auch, dass es besser geht. Aber ich kann es nicht alleine richten. Wir alle müssen gemeinsam schauen, besser zu spielen.“

Price stand in 49 Spielen auf dem Eis und schaffte eine 16-26-7-Statistik. 3.11 Tore pro Spiel erhielt er und eine Fangquote von gerade mal 90 Prozent. Zu wenig für ein Kaliber wie Price, der nie eine schlechtere Fangquote hatte als 91.8 Prozent und in den vergangenen vier Saisonen davor 92.8 Prozent Fangquote hatte. Seine bislang beste Saison hatte er in der Saison 2014/2015, als er die Vezina und Hart Trophy gewann und 1.96 Gegentore pro Spiel bekam und 93.3 Prozent der Schüsse auf sein Tor parierte.

In der vergangenen Saison war alles anders, die Canadiens verpassten die Playoffs mit am Ende 26 Punkten Rückstand auf den zweiten Wildcard-Spot, den die New Jersey Devils innehatten.

Was Carey Price an seinem Stellungsspiel ändert

„Ich habe auch mit Eli (Wilson; Tormanncoach) gesprochen und ich habe gemerkt, dass ich zu tief gestanden bin, meine Beine waren zu weit auseinander. Ich muss weiter an mir arbeiten und muss wieder eine neutralere Position einnehmen, das wird mir helfen mich besser zu bewegen in den unterschiedlichen Situationen“, erklärt Price woran er selbst gerade arbeitet.

Die geschmeidigen Bewegungen waren immer Price Markenzeichen und haben ihn zu dem gemacht, der er war. Da will er nach dem verkorksten Jahr wieder hin.

Price weiß aber auch, dass er auch die Unterstützung seiner Teamkollegen braucht. Die Canadiens kassierten in der vergangenen Saison 258 Gegentore, die siebtmeisten in der gesamten Liga. „Wir haben in der vergangenen Saison versucht, die Dinge überkorrekt zu machen, doch das macht keinen Sinn, man macht dann plötzlich Dinge, die man nicht machen sollte, aber am Ende des Tages schadet man sich dabei nur selbst und tut der eigenen Leistung nichts Gutes.“

Video: 15 schöne Saves in 90 Sekunden

Erste Bank Eishockey Liga: 15 schöne Saves in 90 Sekunden