Österreich verliert gegen Russland, spielte dabei aber gegen eine Top-Nation ansehnliches Eishockey.

Die Mannschaft von Roger Bader kämpfte vor 9.000 Zuschauern in der Ondrej Nepela Arena beherzt und 35 Minuten erfolgreich. “ Auch für mich als Coach war es etwas Besonderes vor 9.000 Zuschauern“, sagte Roger Bader im Anschluss an die Partie. „Außer Michael Raffl spielt normalerweise niemand gegen diese Spieler“, so der Teamchef weiter.

„Haben Österreichs Eishockey gut verkauft“

Raffl und Co. hatten durchaus gute Chancen auf das eine oder andere Tor, blieben aber unbelohnt, ehe Russland in der Offensive einen Gang höher einlegte. „Das Resultat ist mir heute unwichtig. Meiner Meinung nach haben wir die ersten 35 Minuten sensationell gespielt, wir hatten viele gute Torchancen. Natürlich setzt sich am Ende die große Klasse dieser Mannschaft durch, da muss man sich auch nicht schämen, wenn man fünf Tore bekommt. Unter dem Strich haben wir das österreichische Eishockey vor allem in ersten 35 Minuten sehr, sehr gut verkauft.“

Die besten Zeitlupen der Finalserie

Ähnlich sah es auch Fabio Hofer: „Es ist schon lässig, gegen solche Spieler zu spielen. 5:0 ist noch ein gutes Ergebnis für Österreich. Man sieht, dass man ein paar Minuten mitspielen kann, danach hat es nicht mehr gereicht.“

Starkbaum: „Wir hätten auch in Führung gehen können“

Eine starke Leistung bot dabei auch Bernhard Starkbaum, der mit seinen Saves eine höhere Niederlage verhinderte: „Wir haben uns gegen eine Topnation sehr gut verkauft. Das erste Drittel haben wir sehr gut gespielt, wir sind nur mit einem 0:1 in die Pause gegangen. Man hat gesehen, wenn wir schnell nach vorne spielen, können wir auch gegen eine Top-Nation wie Russland Chancen kreieren. Ihre individuelle Klasse hat man vorne gesehen, sie brauchen nicht viel Zeit und Raum. Im ersten Drittel hätten wir auch 1:0 in Führung gehen können, hoffentlich heben wir uns das Glück für die wichtigen Partien auf.“ Am Dienstag trifft Österreich nun auf die Schweiz. (APA/RED)