Brad Marchand leckt seine Gegenspieler nicht mehr ab. Nun hat der Bosten Bruins-Routinier andere Probleme.

Brad Marchand, klingelt es? Ein wichtiger Spieler für die Boston Bruins – ohne Zweifel, allerdings auch mit so manchen Eigenheiten. In der letzten Saison untersagte ihm die NHL, seine Gegenspieler weiterhin abzulecken. Damit hat er zwar zu Beginn der neuen Saison aufgehört, allerdings hat Marchand schon nach dem ersten Spiel wieder Ärger mit der Liga.

Der Grund: Die Boston Bruins fingen sich im Opener gegen die Washington Capitals eine klare 0:7-Niederlage ein. Bei den Capitals trug sich auch Lars Eller in die Torschützenliste ein. Naturgemäß feierte der 29-Jährige seinen Treffer auch. Eller jubelte auf dem Eis und – aus der Sicht von Marchand – auch provozierend vor der Bank der Bruins. Damit war für den Routinier eine rote Linie überschritten – er ließ die Fäuste sprechen. Wenig überraschend verlor Eller seinen ersten Fight in der NHL. Marchand wurde sechs Minuten vor Schluss vom Eis geschickt – Eller fingen die Kameras mit einer blutenden Wunde ein. Nach dem Spiel auf seine Aktion angesprochen erklärte Marchand: „Sein Jubel war unnötig. Ich wollte, dass er das weiß.“

Marchand: Washington Capitals fordern Sperre

Causa erledigt? Nein. Die Washington Capitals sprachen sich nach der Partie für eine Sperre von Marchand aus. Wohl auch, weil man sich durch die 20-Spiele-Sperre von Tom Wilson nicht ungerecht behandelt fühlen möchte. „Die NHL hat die Standards festgelegt, man will diese schmutzigen Aktionen aus dem Spiel nehmen. Während die Aktion von Tom aber während dem Spiel war und sein Hit einen Spieler traf, der Millisekunden vorher noch den Puck hatte, sah die Aktion gegen Lars (Eller, Anm.) anders aus“, sagt Capitals-Spieler T.J. Oshie. „Marchand hat eine gewisse Historie. Wir vertrauen darauf, dass sie (die NHL, Anm.) das regeln.“

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