Michael Raffl blickt auf die WM in Dänemark zurück. Der NHL-Legionär spricht dabei über seine anfänglichen Schwierigkeiten.

Mit dem Ticket für die nächste Weltmeisterschaft trat Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft am Dienstag die Heimreise aus Kopenhagen an. Einen großen Anteil hatte – trotz verspäteter Ankunft – auch NHL-Legionär Michael Raffl. Auch wenn er gerade zu Beginn des Turniers gewisse Anlaufschwierigkeiten hatte, die ihn auch nach der WM noch ärgern.

Der einzige NHL-Spieler im Kader stieß ohne intensives Training und verspätet zum Team und benötigte Anlaufzeit. Danach spielte er seine Stärke mit dem Puck aus und verbuchte schließlich in fünf Spielen vier Tore. „Der Anfang hat mich schon sehr geärgert. Gegen Slowakei habe ich mich gefühlt wie zum ersten Mal nach dem Sommer auf dem Eis, das war mir richtig peinlich“, sagte Raffl, der letztlich aber auch persönlich positiv bilanzierte: „Das war eine der besseren Weltmeisterschaften, die ich gehabt habe.“

Michael Raffl: Sonderlob vom Teamchef

Sonderlob von Teamchef Roger Bader erhielt aber auch WM-Debütant Peter Schneider. Lukas Haudum (20) und Dominic Zwerger (21) bewiesen ihr großes Potenzial, auch Spieler wie Alexander Rauchenwald oder Patrick Spannring, die im Team größere Rollen als im Verein hatten, zeigten auf.

Baders Ziel ist, Österreich als A-Nation zu etablieren. Zunächst gilt es, in der Slowakei 2019 wieder die A-Gruppe zu halten. Da Österreich einen der Aufsteiger Großbritannien und Italien zum Gegner bekommt, wohl mit größeren Chancen. Danach soll die Qualifikation für Olympia 2020 gelingen.

Bader möchte dafür wieder ein intensives Vorbereitungsprogramm und sein Team schon im Juli wieder sehen. Er würde gerne ein Kick-off Meeting mit einem großen Kader inklusive der NHL-Spieler auf Heimaturlaub machen. Ein Länderturnier im Februar will der ÖEHV in Österreich veranstalten. In der Vorbereitung auf die nächste WM erhofft sich Bader stärkere Gegner, um sich auf die höhere Intensität einer A-WM besser einstellen zu können. Zumindest Letzteres sollte sich erfüllen. Tschechien ist an Spielen interessiert, der Verband will auch Rekordweltmeister Kanada in der unmittelbaren WM-Vorbereitung wieder nach Österreich holen. (APA/RED)

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