Der Kanadier Barry Trotz hat weniger als zwei Wochen nach dem Gewinn des Stanley Cups seinen Rücktritt als Trainer des NHL-Clubs Washington Capitals bekanntgegeben.

Der 55-Jährige hatte das Eishockey-Team um den russischen Superstar Alex Owetschkin im Mai 2014 übernommen. Zuvor war er während 17 Saisonen bei den Nashville Predators an der Bande gestanden. Am Ende dürften Vertragsunstimmigkeiten zur Trennung geführt haben. Geht es nach gut informierten US-Medien, wollte Trotz einen Vertrag über fünf Jahre und eine satte Gehaltserhöhung. Der Triumph in der NHL verlängerte seinen Vertrag um zwei Jahre und sah eine Gehalterserhöhung von 300.000 Dollar vor – somit wäre Trotz‘ jährliches Gehalt auf 1,8 Millionen Dollar gewachsen – offenbar zu wenig für den Coach.

Washington Capitals zeigen sich enttäuscht

Nach außen hin gab man sich nun diplomatisch: „Als ich vor vier Jahren nach Washington gekommen bin, hatten wir nur das eine Ziel, den Stanley Cup nach Washington in die Hauptstadt der Nation zu bringen“, sagte Trotz. „Wir hatten einen unglaublichen Lauf und haben unser Ziel erreicht.“ Washington hat mit einem 4:1 in der Finalserie gegen die Vegas Golden Knights erstmals die begehrte Trophäe gewonnen. „Wir sind über seine Entscheidung sehr enttäuscht“, hieß es in einem Capitals-Statement. „Aber wir sind dankbar für alles, was er für uns getan hat.“

Video: So funktioniert der Umbau einer Eishalle

Zeitraffer: Der Umbau einer Eishockey-Arena