Innsbrucks Florian Pedevilla über seine Torausbeute, das System nach C.J. Motte und den neuen Star im Haifischbecken.

Der 3. November 2019 geht in die Geschichtsbücher ein. Florian Pedevilla trifft beim 3:1-Sieg des HC TWK Innsbruck-Die Haie gegen Hydro Fehervar AV 19. Warum geschichtsträchtig? Weil Pedevilla da zum ersten Mal nach sechs Jahren wieder ein Tor erzielte.

„Andere haben sich mehr gefreut“

„Jeder schießt gerne Tore und natürlich freut man sich“, antwortet Pedevilla auf die Frage, ob die Erleichterung nach der Torblockade groß sei. Aber, so Pedevilla: „Mir kam es so vor, als hätten sich Andere rundherum mehr gefreut als ich.“

Die Torflaute habe unter anderem mit zwei Dingen zu tun. „Mein Hauptjob ist die defensive Zone“, sagt er und: „Oft habe ich nur die Latte getroffen oder der Puck blieb irgendwie auf der Linie liegen.“ Im Spiel gegen Fehervar haben die Stürmer auf ihn vergessen. „Da konnte ich abziehen“, schildert der Verteidiger.

„Hatten dünne Personaldecke“

Angesprochen auf die vielen Gegentore, die die Haie vor dem International Break oft pro Spiel kassiert haben, meint Pedevilla: Wir hatten einige Verletzte und hatten dadurch einen sehr dünnen Kader. Wenn du gegen Top-Teams spielst, die mit vier Linien konstant Druck machen, geht dir einfach die Luft aus.“

„Darling gibt Sicherheit“

Im International Break hat sich bei den Haien bekanntlich Grundlegendes getan. Tormann C.J. Motte musste für den NHL-erfahrenen Scott Darling Platz machen. Ein System, zugeschnitten auf den neuen Star der Tiroler, wird es nicht geben.

Wie ist er so, die neue Hoffnung im Tor? „Scott Darling ist ein sehr sympathischer Kerl. Er ist spaßig, also kein richtiger Tormann“, grinst Pedevilla und: „Er gibt uns Sicherheit. Aber wir dürfen uns jetzt nicht hinsetzen und denken, dass er schon alles machen wird. Er kann sicher Spiele entscheiden. Aber wenn die Arbeit vor ihm nicht richtig erledigt wird, ist auch er geschlagen.“

Pedevilla gibt zu bedenken, dass man nicht auf Anhieb Wunderdinge vom neuen Goalie erwarten darf. Er habe heuer noch kaum Matchpraxis und würde Zeit brauchen, um wieder reinzufinden. „Scott ist auch nur ein Mensch. Er ist trotz seiner Größe und seinem Gewicht ein sehr beweglicher Tormann“, verrät der Verteidiger. Darling soll laut Spielerdatenbanken auf 103 Kilogramm, verteilt auf 195 Zentimetern kommen.

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