Wien, Graz, Klagenfurt und Salzburg können am Freitag mit einem Sieg den Einzug in das Playoff-Halbfinale fixieren.

Erstmals seit 2015 könnte das Halbfinale der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) wieder zu einer rein österreichischen Angelegenheit werden. Die Vienna Capitals, Graz 99ers und der KAC, die drei Top-Teams nach der Zwischenrunde, sowie Vorjahresfinalist Red Bull Salzburg liegen im Viertelfinale in der „best of seven“-Serie jeweils mit 3:1 voran und haben am Freitag (19.15 Uhr) den ersten Matchpuck.

Die Wiener, die als Nummer eins in die K.o.-Runde gegangen sind, Grunddurchgangssieger Graz sowie der Rekordmeister aus Klagenfurt können mit Heimvorteil den Aufstieg fixieren. Vor allem für die Steirer soll die Partie im Grazer Eisstadion gegen die Black Wings Linz eine besondere werden.

Erstmals ins Halbfinale?

In ihren bisher 18 Saisonen haben die 99ers noch nie eine Playoff-Runde überstanden. Im 19. Versuch soll es nun endlich so weit sein und die Fans erstmals seit 25 Jahren (EC Graz gegen Ehrwald) eine erfolgreiche K.o.-Serie feiern können. In Linz sprach man von einem Schicksalsspiel. „Wir sind 1:3 hinten, denken aber von Spiel zu Spiel. Noch ist alles möglich“, hofft Coach Tom Rowe, dass man den vorzeitigen Urlaubsantritt doch noch verhindern kann.

Nödl: „Sack zumachen“

Die Caps wollen im Ost-Derby gegen Znojmo alles klar machen und sich einige freie Tage bis zum Start des Halbfinales am nächsten Freitag (29. März) erspielen. „Unser Ziel ist es, an unsere Leistung im letzten Drittel von Spiel vier in Znaim anzuknüpfen. Hoffentlich machen wir am Freitag den Sack zu“, sagt Stürmer Andreas Nödl.

Revanche für 2018?

Der KAC hat mit Heimvorteil beste Chancen, sich gegen Titelverteidiger HCB Südtirol für das Viertelfinal-Aus im Vorjahr zu revanchieren. „Die Hoffnung lebt, Bozen will noch nicht in den Urlaub“, jubelt man bei den Südtirolern nach dem jüngsten Heimsieg, der die Viertelfinalserie verkürzte.

Siebentes Halbfinale in Folge?

Salzburg wiederum kann mit einem Erfolg bei Fehervar seine Serie fortsetzen und zum siebenten Mal in Folge in die Runde der besten vier Mannschaften einziehen. „So schnell wie möglich beenden. Wir haben schon gezeigt, dass wir auch in Ungarn gut spielen können und haben gute Chancen“, hofft auch Kapitän Matthias Trattnig auf den vierten Sieg für die „Red Bulls“.

Sollten sich die aktuellen Favoriten durchsetzen, würde es im Halbfinale zu den Duellen Wien gegen Salzburg und Graz gegen Klagenfurt kommen. (APA)

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