Servus Hockey Night-Experte Gert Prohaska analysiert die bisherigen Leistungen der EBEL-Torhüter.

Zuletzt glänzten David Madlener (EC KAC), David Kickert (Liwest Black Wings Linz) und Brandon Maxwell (EC Panaceo VSV) mit Shutouts. Alle drei Goalies haben in der bisher laufenden Saison jeweils drei Shutouts eingefahren.

Gert Prohaskas Tops & Flops

Der vierfache österreichische Meister und Ex-Profi-Tormann Gert Prohaska blickt auf die bisherigen Leistungen der Erste Bank Eishockey Liga-Goalies:

Für mich hat es noch nie so eine hohe Dichte an Top-Tormänner in der Liga gegeben. JP Lamoureux (Red Bull Salzburg) spielt seit Jahren sehr gut, hat heuer vielleicht eine seiner stärksten Saisonen. Nicht zuletzt wegen der „Reunion“ mit seinem Goalie-Trainer Markus „The Guru“ Kerschbaumer.

Für mich absolut Top ist die Tatsache, dass wir mit Dave „The Brave“ Kickert (Liwest Black Wings Linz) wieder eine österreichische Nummer Eins im Tor haben. Er spielt konstant auf einem sehr hohen Level und ist ein absoluter Leistungsträger in Linz. 

Auch David „Mad Dog“ Madlener hat vorübergehend die Nummer eins in Klagenfurt übernommen. Meister-Goalie Lars Haugen läuft noch seiner sensationellen Performance im letzten Jahr hinter her. Ich bin mir aber sicher, dass er zum Beginn der Playoffs wieder gewohnt stark sein wird.

Brandon Maxwell (EC Panaceo VSV) ist für mich einer drei stärksten Goalies der Liga. Er ist extrem konstant und hat die beste Show nach seinen Siegen.

Richtige Flops gibt es für mich auf der Torhüterposition eigentlich nicht.

Ich bin kein großer Fan vom Dornbirn Goalie Rasmus Rinne (abgelöst durch Juha Järvenpää). Er spielt für mich zu aggressiv und macht zu oft eine spektakuläre Abwehr, die ihn außer Position bringt. Allerdings ist er sicher nicht der Grund für den katastrophalen Start der Vorarlberger.

Negativ im Allgemeinen sehe ich die Tatsache, dass es nach wie vor keine Anreize für Vereine gibt, österreichische Goalies einzusetzen. Vielleicht bewirkt die weitere Punktereduktion im nächsten Jahr, dass der eine oder andere Verein dem Beispiel Linz folgt und vielleicht ein „Mad Dog“ bei einem anderen Team als klare Nummer Eins einläuft. Ich würde es mir wünschen…

10 Jahre Servus Hockey Night: "Der vierfache österreichische Meister Gert Prohaska" ist kein Zufall