Der SC Bern hat einen neuen General Manager. Genauer gesagt eine Managerin.

Nach dem Verpassen der Playoffs hat sich der SC Bern in der Schweizer National League von Alex Chatelain in seiner Funktion als General Manager getrennt. Er wird sich künftig der sportlichen Strategieentwicklung im Verein widmen.

Eine Überraschung ist die Nachbestellung des durch die Änderung vakant gewordenen Postens. Erstmals wird dieser von einer Frau übernommen. Die Dame ist im Schweizer Eishockey keine Unbekannte: Florence Schelling.

Die ehemalige Torfrau, die mit den Schweizer Damen bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotchi Bronze gewann, wird das Amt übernehmen. Diese wandte sich sogleich überrascht an die Fans: Ich war vom Anruf des Berner CEO Marc Lüthi genau so überrascht wie ihr jetzt über die Nachricht.“

Lüthi: „Geschlecht spielt keine Rolle“

Lüthi stellte gleich nach der Verkündung klar: „Dass auf Chatelain eine Frau folgt, spielt keine Rolle. Uns war wichtig, dass wir eine junge, unverbrauchte, intelligente und visionäre Person für uns gewinnen können. Viel wichtiger als das Geschlecht ist, dass diese Person etwas von Eishockey versteht.“

Schelling ist sich den Herausforderungen in ihrer neuen Aufgabe bewusst. Dass sie im größten Club der Schweiz unter die Räder kommen könnte, glaubt Lüthi nicht: „Klar hat Florence bis jetzt primär mit Frauen zu tun gehabt, sie hat aber immer wieder auch in Männer-Teams gespielt, kennt das Männer-Eishockey als TV-Expertin beim Schweizer Fernsehen.“

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