Schweizer Top-Ligen brechen den Ligen-Betrieb ab. Diskussion um Meistertitel nicht geklärt.

Nun ist es amtlich. Die Schweizer Top-Ligen stellen aufgrund der aktuellen Situation um den Coronavirus den Spielbetrieb ein. Einige Klubs wollten weiterspielen und die Playoff-Spiele dieser Woche unter Ausschluss der Öffentlichkeit absolvieren.

So wurde Christian Wohlwend, Trainer des HC Davos, in den letzten Tagen folgend zitiert: „Wir wollen ums Verrecken spielen.“

Spiel- und Trainingsverbot

Die Behörden hatten in Tessin am 11. März den Notstand ausgerufen und alle sportlichen Aktivitäten bis zum 29. März verboten.

Das hätte die Spiele zwischen dem HC Lugano und ZSC Lions, HC Ambri-Piotta mit SC Bern, den SCL Tigers, Rapperswil-Jona Lakers und die Biasco Ticino Rockets betroffen. Neben dem Spielverbot wurde auch ein Trainingsverbot für Tessiner Klubs ausgesprochen.

24 Stunden vor dem Verbot tendierten die Klubs, die Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit auszutragen.

Meisterfrage ist noch offen

Was aktuell noch nicht geklärt ist, ist die Frage nach dem Meistertitel. Sollte es einen geben, dann hieße dieser ZSC Lions.

Spannend ist auch, dass die Liga die Meisterschaft nicht von sich aus beenden durfte. Sie ist vertraglich dazu verpflichtet, 50 Qualifikationsrunden plus Playoffs durchzuführen. Der TV-Partner bezahlt dafür pro Jahr 30 Millionen Franken. Der Abbruch der Meisterschaft musste also durch behördliche Anordnungen durchgesetzt werden.

Diese europäischen Ligen setzen aus

Aktuell haben folgende Eishockey-Ligen ihren Spielbetrieb ausgesetzt bzw. beendet:

  • Erste Bank Eishockey Liga (am 10. März)
  • DEL (am 10. März)
  • DEL 2 (am 10. März)
  • Alps Hockey League (am 11. März)
  • Norwegen (am 11. März)
  • Polen (am 11. März)
  • Norwegen (am 11. März)
  • Slowakei (am 11. März)
  • Schweiz (am 12. März)
  • Belgien/Holland (am 12. März)

Thomas Koch und das (doppelte) Championship-Winning-Goal