HC Davos soll Spieler für entscheidende Spiele schonen. Schweizer Medien sprechen von „Todsünde“.

Grundsätzlich läuft alles glatt beim Spengler Cup, dem ältesten internationalen Mannschaftsturnier. Aber eben nur grundsätzlich.

Die Heim- bzw. einladende Mannschaft, der HC Davos, verlor in der Gruppenphase beide Spiele gegen HC Ocelari Trinec (1:4) und Team Canada (1:5).

Schweizer Medien sprechen nach diesen Niederlagen von einer „Todsünde“, die die Hausherren begangen haben sollen. So sollen die Davoser nicht den A-Kader aufs Eis geschickt haben.

Absichtlich verloren. Betrug am zahlenden Fan – das sind nur einige der Aussagen, die nach der Gruppenphase getätigt wurden.

HC Davos-Sportdirektor Raeto Raffeiner wird folgend zitiert: „Weil wir schon in 19 Stunden nach dieser Partie (Anm.: gegen Team Canada) das Viertelfinale bestreiten müssen.“ Zum Vorwurf des Betrugs am Fan meinte er: „Wir machen alles, um an unserem Turnier erfolgreich zu sein.“ Davos trifft im Viertelfinale auf TPS Turku.

Zwerger und Wiercioch punkteten

Österreichs U20-Held Benjamin Baumgartner kam im zweiten Spiel gegen die Kanadier zum Einsatz. Er blieb ohne Punkte und einer -1 in der Plus/Minus-Statistik.

Der zweite Österreicher, Dominic Zwerger, gewann mit dem HC Ambri-Piotta die Gruppenphase. Er war in beiden Spielen am Eis und konnte bisher zwei Assists verbuchen.

Aufgrund des Spielmodus stehen Zwerger und Ambri-Piotta bereits im Halbfinale. Der Gegner wird heute aus dem Spiel Trinec gegen Salavat Yulaev Ufa ermittelt.

Auch Team Canada gewann die Gruppenphase. Patrick Wiercioch vom HCB Südtirol Alperia trat in zwei Spielen mit zwei Assists und einer +3 in Erscheinung.

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