Österreich verliert gegen Deutschland bei der U20-WM mit 2:3. Wir haben uns bei dem Spiel umgesehen.

„Das geht über eure Vorstellungskraft, Österreich schlägt Deutschland bei einer Weltmeisterschaft!“ – den mitgereisten Fans, vorwiegend Eltern unserer „Cool Runnings“, lag dieser Spruch bereits auf den Lippen. Doch wie so oft – „der große Bruder“ wusste im Penaltyschießen stets zu kontern.

Zum Auftakt der IIHF Weltmeisterschaft U20 Divison in Füssen (GER) musste sich das österreichische Nationalteam Gastgeber Deutschland nur knapp mit 2:3 nach Penaltyschießen geschlagen geben. Für Rot-Weiß-Rot dennoch ein gewonnener Punkt. Die Servus Hockey Night war beim ewigen Prestige-Duell „mittendrin statt nur dabei.“

Auch Rossi auf der Tribüne

Seit dem 2. Dezember bereiten sich die talentiertesten Eishockeyspieler der Nation auf die WM in Füssen vor. Vergangenen Freitag reiste man von Telfs zum Spielort ins deutsche Allgäu. Mit im Gepäck: voll motivierte Jungs, die sich mit „eigentlichen A-Teams“ (Anm: Deutschland,Weißrussland, Lettland, Frankreich) messen bzw. beweisen wollen. Nicht im Gepäck, dafür beim Spiel vor Ort: Marco Rossi. Der Vorarlberger nutzte seine Verletzungspause (Bänderriss in der Armgegend) für einen Abstecher zum Team.

Marco Pewal geht in seine erste U20 Weltmeisterschaft als Head Coach. An seiner Seite SHN-Experte Philipp Lukas. „Eine tolle Aufgabe für mich“, so die Linz-Legende. Das Debüt auf großer Bühne hätte mit Sicherheit schlimmer ausfallen können. Sportdirektor Roger Bader war ebenfalls live vor Ort – letzterer war es auch, der dem Trainerstab als Erstes für die eben gezeigte Leistung gratulierte. Sichtlich zufrieden zeigte man sich vor der Team-Kabine.

Dass sich viele Bekannte Namendes Eishockeysports auf der Tribüne wiederfanden, ist bei so einem Turnier kein großes Geheimnis. Dennoch: nicht nur der Autor staunte, als Pierre Pagé die besten Spieler des Tages ehrte. 

Österreich hält mit Deutschland gut mit

Alles in allem kann man dem Team Austria nichts bis gar nichts vorwerfen. Es war kein eklatanter Unterschied zu erkennen, obwohl die scheinbar „besseren“ Deutschen mit acht Spielern aus Übersee starteten. Heraus kristallisiert hat sich bei den Nachbarn allerdings einer, der auch sonst einen Adler auf der Brust trägt. Moritz Seider (17) lieferte ein bärenstarkes Spiel ab. Der Verteidiger von Mannheim besticht nicht nur aufgrund seiner „Eagle-Eyes“. Ältere Semester bekamen den Namen Craig Streu (ehemaliger Wien-Co-Trainer und mittlerweile Co-Trainer von Serge Aubin in Zürich) noch live in Aktion zu sehen, jüngere Semester nun seinen Sohn Sebastian Streu.


Bei den heimischen Cracks waren Verteidiger Julian Payr (Davos), Goalie und Spieler des Abends Paul Mocher (Linz), sowie Benjamin Baumgartner (Davos) mehr als nur eine Bank. Deren Banknachbarn verdienen sich jedoch auch Bestnoten. Das Kollektiv machte einen starken Eindruck, nun gilt es dieses weiter aufrechtzuerhalten und sich mit einem Sieg morgen gegen Lettland, von etwaigen Abstiegssorgen zu befreien.

Die hieb- und stichfeste Prognose für das Turnier


Auch wenn es gegen Deutschland wieder nicht geklappt hat. Dieses Ergebnis muss der ähnliche Jahrgang im Fußball bei der anstehenden EM in Italien erstmal abliefern. Frankreich gewann das Vorspiel gegen Lettland. Positiv oder negativ? Geht den Jungs der„berühmte Saft“ nicht aus, so wird Österreich die Klasse halten können.

Der Servus Hockey Night-Talk: Die besten Aussagen