Pre Season-Interviewserie: Martin Ulmer (EC Panaceo VSV) spricht über Fitness, Teamkollegen und persönliches Doping.

Interview: Erich Hober

Wie war die bisherige Vorbereitung?

Auf jeden Fall extrem hart. Der Trainer hat einiges verlangt. Er ist selber der fitteste und wir müssen einfach nachziehen.

Auf was könntest du in der Vorbereitung verzichten?

Es gibt immer Sachen, die man gerne macht und worin man auch gut ist. Laufen ist nicht gerade meine größte Stärke.

Diese Aussage deckt sich mit vielen Kollegen deiner Zunft.

Ja (lacht). Als Eishockeyspieler hat man nicht die angeborene Läuferfigur und man muss doch einiges an unnötigem Ballast mit sich schleppen (grinst).

Welche Kollegen beim VSV haben dich bisher positiv überrascht?

Auf jeden Fall. Es gibt bei uns einige, die extrem gut ausschauen. Auf und neben dem Eis. Ich glaube, wer sehr fit ist, ist der Jamie Fraser. Auf dem Eis gefällt mir der Chris Collins ganz gut. Auch der Patrick Bjorkstrand oder Jerry Pollastrone sind gut drauf.

Du bist zu einem Team gekommen, dass in der Vergangenheit nicht gerade durch großartige Erfolge auf sich aufmerksam gemacht hat und eher durch Krisen gebeutelt wurde. Was dürfen eure Fans heuer von euch erwarten?

Heuer ist eine ganz andere Mannschaft am Werk als in den Jahren zuvor. Ich habe das zwar nicht aus der Nähe verfolgen können, weil ich eben in der Schweiz war. Wir sind auf jeden Fall eine hungrige Mannschaft sind. Wir werden um jeden Meter kämpfen. So wie ich unseren Coach kenne, wird das auf jeden Fall passieren.

Warum wird deiner Meinung nach der VSV am Ende der Saison vorne sein?

Weil wir eine gute Mischung an Spielern aus verschiedenen Nationalitäten haben. Ich sehe das als Vorteil, weil sich dadurch keine Gruppen bilden und wir alle zusammenbleiben. Das wichtigste ist, dass man eine gute Einheit ist.

Was oder wer fällt dir zum Wort „Erfolg“ ein?

Michael Jordan. Der hat mich immer beeindruckt. Ich bin damals nächtelang wach geblieben um die Finals anzuschauen. Er ist einfach ein beeindruckender Mensch.

Du warst nun lange Zeit im Ausland aktiv. Die Hallen in Österreich sind dir dennoch nicht unbekannt. Gibt es eine Halle in der Liga, wo du gerne spielst?

Ja, es ist eigentlich witzig. Früher, wo ich in Salzburg oder Wien gespielt habe, habe ich mich immer auf Villach gefreut. Da war einfach die beste Stimmung. Jetzt, wenn ich in Villach spiele, dann denke ich eher an Linz. Die haben auch eine gute Stimmung. Das ist etwas, was im Eishockey einfach cool ist, wenn die Stimmung gut ist.

Aber in Villach spielst du dennoch gerne?

Ja, natürlich. Ich habe jetzt eher an andere Hallen gedacht. In Villach war immer schon die beste Stimmung.

Was würdest du an dir ändern? Wie schaut deine Spielvorbereitung aus? Hast du irgendwelche „außergewöhnlichen“ Rituale?

Dafür sind eher die Torhüter prädestiniert. Ich trinke zwei Espresso vor dem Spiel. Damit ich glaube, dass ich munter bin (grinst). Die einzige Macke die ich habe, ist, dass ich mich von links nach rechts anziehe. Das wird immer so bleiben.

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