Beim Champions Hockey League Duell zwischen Red Bull Salzburg gegen Kärpät Oulu kommt es zu einem besonderen Duell auf der Trainerbank: Vater gegen Sohn.

Red Bull Salzburg startet am Dienstagabend (19.30 Uhr) vor eigenem Publikum als Außenseiter ins Viertelfinal-Hinspiel der Champions Hockey League gegen Kärpät Oulu. Die „Bullen“ stehen zum ersten Mal unter den besten acht CHL-Teams, der finnische Meister Kärpät war bereits 2016 bis ins Finale vorgedrungen und verfügt nach wie vor über eine Weltklasseteam.

Vater-Sohn-Duell auf der Trainerbank

Für die Torwart-Trainer der beiden Clubs ist diese Begegnung auch auf persönlicher Ebene etwas ganz Besonderes, treffen doch mit Ari (Kärpät) und Santeri Hilli (Red Bulls) Vater und Sohn aufeinander. „Es ist einzigartig, und ich bin stolz darauf, meinen eigenen Sohn auf der anderen Trainerbank zu sehen. Wir treffen zum ersten Mal als Trainer aufeinander, und ich hoffe, es war nicht das letzte Mal“, betonte Vater Ari Hilli vor der ersten Begegnung in der Eisarena Salzburg.

Es ist einzigartig, und ich bin stolz darauf, meinen eigenen Sohn auf der anderen Trainerbank zu sehen

Ari Hilli

Sein Sohn Santeri spricht von einem „einzigartigen und unglaublichen Erlebnis für uns beide, auch wenn mein Vater mit Eishockey schon viel erlebt hat“. Das Rückspiel am Dienstag (18.00 Uhr) in einer Woche ist für den 30-Jährigen dann eine Heimkehr, fungierte er doch bei Kärpät von 2008 bis 2015 als Goalie-Coach im Nachwuchsbereich. „Für mich wird es auch spannend, nach Oulu in meinen ‚Heim-Rink‘ zurückzukehren, wo ich so viele Freunde und Familie habe. Wir haben im Sommer mal kurz darüber geredet, dass das passieren könnte, und nun wollen wir es einfach genießen.“ Beide erwarten „schnelle und enge Spiele“, in denen es nicht zuletzt auf die Leistung der Goalies ankommen werde.

Seit Generationen eine Eishockey-Familie

Eishockey war schon immer Teil der Familie Hilli, waren doch schon beide Großväter von Santeri Nachwuchstrainer. Der Enkel hat von klein auf die Arbeit der beiden und seines Vaters, den er als „besten Mentor“ bezeichnet, ganz genau beobachtet. „Wenn du siehst, wen er alles trainiert und begleitet hat, verstehst du, wie glücklich ich darüber bin, dass er mir sein Wissen weitergibt. Er hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin.“

Inzwischen ist der Junior so gut, dass sich Ari Hilli „manchmal schon wie der Schüler fühlt“. Und auch Santeris kleiner Bruder Aleksi (23), der als Tormann-Trainer in Kokkola beim Zweitligisten Hermes arbeitet, führt die Familien-Tradition fort. „Wann immer wir Gelegenheit haben, nutzen wir das zu Gesprächen, und da bei uns in der Familie alle mit Eishockey infiziert sind, ist das immer recht lustig und intensiv“, verriet Santeri Hilli. (APA)

Trainer-Legende Lars Bergström im Interview: "Für mich während weniger Imports ideal"