Klagenfurts AHL-Goalie über seine Erfahrung im Nationalteam und von wem er viel für sich aufschnappt.

Im November 2019 erhielt Florian Vorauer seine erste Einberufung ins A-Nationalteam. Gegen Dänemark war er als Backup für seinen Vereinskollegen David Madlener im Kader.

Zuletzt bekam Vorauer im Zuge des Österreich Cup eine erneute Einberufung. Wenngleich wahrscheinlich auch ob der Absagen von Madlener und David Kickert.

Im entscheidenden Spiel um den Gewinn des Österreich Cup war er abermals als Backup dabei.

„Wollen Jungen Chance geben“

Dass Teamchef Roger Bader einem Alps Hockey League-Tormann (KAC) einberuft, kam so noch nicht vor. „Es geht nicht darum, woher der Spieler kommt. Wir wollen einfach jungen Spielern die Chance geben, Teamluft zu schnuppern und auf Nationalteam-Niveau zu trainieren“, sagte Bader nach der Vorauers erster Einberufung.

Für den jungen Klagenfurter waren beide Trainingslager und die dazugehörigen Turniere eine besondere Erfahrung. „Es ist eine Auszeichnung und eine Ehre zugleich, dabei sein zu dürfen“, sagt Vorauer.

Er konnte von seinen Teamkollegen viel für sich mitnehmen. „Ich habe von Bernhard Starkbaum viel lernen können. Von dem, was er am Eis und Off-Ice macht. Er ist sehr professionell“, streut Vorauer dem Vienna Capitals-Schlussmann Rosen.

Passables Debüt gegen Linz

Am 26. Jänner hatte Florian Vorauer seinen großen Moment in der Kampfmannschaft des KAC. Gegen die Black Wings Linz ging das Spiel zwar mit 0:3 verloren. Vorauer machte in seinem ersten EBEL-Spiel aber eine gute Figur und konnte einige gute Einschussmöglichkeiten der Linzer verhindern.

Sein Einsatz war übrigens das erste Spiel eines Klagenfurter Eigenbau-Tormanns seit November 2009 oder in Spielen ausgedrückt nach genau 660 Spielen.

„Darauf arbeitet man hin. Mein Ziel ist es ja, in der EBEL Fuß zu fassen. Ich würde mich über weitere Einsätze natürlich freuen“, sagt der junge Schlussmann, der sich mit Madlener nach eigenen Angaben sehr gut versteht: „Ich unterstütze David wo ich kann. Versuche ihm gut zu zureden. David ist ein super Typ mit einer professionellen Einstellung.“

KAC-Tormanntrainer Juha Soronen beschreibt Vorauer als einen athletischen, explosiven und groß gewachsenen Torhüter, der „das Spiel schon gut versteht“. „Florian ist erst 20 Jahre alt. Er muss noch viel lernen, das Spiel noch besser lesen und reagieren“, analysiert Soronen.

Der Finne sieht für den jungen Goalie durchaus eine Zukunft in der EBEL: „Wenn er so weiter arbeitet, wie er es in den letzten zwei Jahren gemacht hat, wird er eine Chance in der EBEL bekommen.“

Wieder im Alltag

Nach dem Ausflug mit der Nationalmannschaft steht für Vorauer der Alltag, die Qualifikationsrunde in der Alps Hockey League, am Programm. Das Farmteam des KAC startet mit null Bonuspunkten in die zweite Phase der Meisterschaft.

Das Erreichen der Playoffs ist eher unwahrscheinlich, dennoch, so Vorauer: „Wir haben bereits bewiesen, dass wir auch gegen starke Teams bestehen und gegen sie gewinnen können.“ Das ist jene Einstellung, die es braucht, um ins Profigeschäft einzusteigen…

Trash Talk – Der Autofahrer