In Kürze werden die Namen jener Personen bekanntgegeben, die neu in die Hockey Hall of Fame aufgenommen werden.

Es ist Tradition, dass die Hockey Hall of Fame Ende Juni die Aufnahme der nächsten Kandidaten beschließt. Eine 18-köpfige Jury entscheidet, wer in die Ruhmeshalle des Eishockey-Sports aufgenommen wird.

Das geheim ablaufende Prozedere sieht vor, dass vier männliche und zwei weibliche Spieler sowie zwei verdienstvolle Personen aus der Eishockey-Welt aufgenommen werden können. Je nachdem können auch anstatt zweier verdienstvoller Personen nur eine und zusätzlich ein verdienstvoller Referee aufgenommen werden.

Sechs Namen, die man beachten muss

Natürlich sorgt die Aufnahme in die Hockey Hall of Fame in Toronto für viel Gesprächsstoff. Einige Namen werden diskutiert. Hier eine Auswahl an Spielern, die es 2020 schaffen könnten:

Jarome Iginla

Er definierte in seinen 20 Jahren seiner Karriere die Funktion des Power Forwards neu. Sein Markenzeichen waren tödliche One-Timer. Iginla, der den Großteil seiner Karriere für die Calgary Flames – 10 Jahre als Kapitän -spielte, kam in 22 Saisonen auf 1.552 NHL-Spiele mit 625 Toren, 675 Assists und 1.300 Punkten

In mindesten 15 verschiedenen Spielzeiten machte er mindestens 28 Tore. Mit Joe Sakic teilt er sich in der ewigen Torschützenliste der NHL Platz 16. 2019 sperrten die Flames seine Rückennummer 12.

Erfolge und Auszeichnungen:
* Art Ross Trophy
* Maurice „Rocket“ Richard Trophy (2x)
* Lester B. Pearson Award
* King Clancy Memorial Trophy
* Mark Messier Leadership-Award
* Weltmeister mit Kanada
* Olympiasieger mit Kanada (2x)
* Sieg mit Kanada beim World Cup of Hockey

Marian Hossa

Der dreimalige Stanley Cup-Champion war offensiv wie defensiv ein wertvoller Spieler. Hossa brachte es auf 1.309 NHL-Spiele, 525 Tore und 609 Assists.

Trotz seiner Offensivstärke hat sich Hossa den Ruf als defensiver Stürmer erarbeitet und er ist der einzige Spieler in der NHL-Geschichte, der in drei hintereinander liegenden Saisonen mit drei verschiedenen Teams das Stanley Cup-Finale erreichte. 2008 und 2009 verlor er im Finale mit den Pittsburgh Penguins und Detroit Red Wings, ehe er 2010 seinen ersten Stanley Cup mit den Chicago Blackhawks feierte.

Erfolge und Auszeichnungen:
* NHL All Star Game (5x)
* Stanley Cup-Gewinn (3x)
* Platz 2 beim World Cup of Hockey

Theoren Fleury

Theo Fleury hatte auf und abseits des Eises einige Gefechte auszutragen. Seine Karriere starte in den 80er Jahren. Mit einer Grüße von 168 Zentimetern hatte er nicht gerade Gardemaße für die NHL.

Er war ein Achtrunden-Pick der Calgary Flames, mit denen er 1989 den Stanley Cup gewann. Trotz seiner Körpergröße hatte er keine Scheu vor Körperkontakt mit weitaus größeren Spielern.

In zwei Saisonen machte er mindestens 100 Punkte und konnte 1.088 Punkte sammeln. Das, obwohl er 1.840 Minuten auf der Strafbank verbrachte.

In Tennager-Jahren wurde er von seinem Trainer Graham James sexuell missbraucht. 2009 erschien sein Buch „Playing with fire“, in dem er erstmalig darüber sprach. Der Missbrauch soll auch die Folge seines späteren Drogen- und Alkoholmissbrauchs gewesen sein.

Nach Ende seiner Karriere hat er seine Sucht überwunden und setzt sich seit dem für Opfer sexuellen Missbrauchs ein.

Statistik
1.084 Spiele | 455 Tore | 633 Assists | 1.088 Punkte | 1.840 Strafminuten

Erfolge und Auszeichnungen
* Stanley Cup Sieg (1x)
* NHL All Star Game (6x)
* Vizeweltmeister mit Kanada
* Sieg beim Canada Cup
* Zweiter mit Kanada beim World Cup of Hockey
* Olympiasieger mit Kanada

Kevin Lowe

Kevin Lowe war in den 80er Jahren der Fels in der Defensivabteilung der Edmonton Oilers. Mit den Edmonton Oilers gewann er fünf Stanley Cups. Einen weiteren bejubelte er mit den New York Rangers.

Damit befindet er sich in einer erlauchten Runde mit Red Kelly, Bryan Trottier, Glenn Anderson und Mark Messier. Sie alle haben ebenfalls sechs Cups gewonnen, ohne für die Montreal Canadiens gespielt zu haben.

Nach ist in der Quebec Major Junior Hockey League die Trophy für den besten defensiven Verteidiger benannt.

Statistik
1.254 Spiele | 84 Tore | 347 Assists | 431 Punkte | 1.498 Strafminuten

Erfolge und Auszeichnungen
* Stanley Cup Sieg (6x)
* King Clancy Memorial Trophy (1x)
* Goldmedaille beim Canada Cup
* WM-Bronze mit Canada

Julie Chu

Chu war eine der besten Offensivspielerinnen im Dameneishockey. Sie spielte von 2003 bis 2007 für Harvard und stellte in der NCAA den Rekord für die meisten Assists (197) und Punkte (295) auf.

Der Punkterekord wurde inzwischen gebrochen. Sie ist in der ewigen Bestenliste dennoch auf Platz drei gereiht. Als 18-Jährige gab Chu als erste asisatisch-amerikanische Frau ihr Debüt in der US-Nationalmannschaft.

Sie nahm an vier Olympischen Spielen teil und gewann mit den USA fünf Mal Gold und vier Mal Silber bei Weltmeisterschaften.

Ken Hitchcock

Hitchcock ist einer der erfolgreichsten Trainer in der NHL-Geschichte. 1995 bekam er den ersten Head Coach-Posten in der NHL (Dallas). Mit Dallas holte er auch den Stanley Cup.

Bis zur Saison 2018/19 stand er bei 1.598 NHL-Spielen als Head Coach an der Bande. Er verbuchte dabei 849 Siege, gewann 8 Divisions-Titel und eben einen Stanley Cup.