Wo Bewegtbilder produziert werden, da wird manchmal auch ein wenig getrickst – wie in der Servus Hockey Night vom 3. März 2015.

Text: Martin Pfanner
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An dieser Stelle findet ihr neben Einschätzungen der Servus-Hockey-Night-MitarbeiterInnen zur Spielzeit 19/20 auch immer wieder Langformate mit Geschichten, Anekdoten und Hoppalas rund um „10 Jahre Servus Hockey Night“.

10 Jahre Servus Hockey Night – Bonusmaterial Teil 2

Ein Jahreswechsel bietet sich immer für Rückblicke an, so auch an dieser Stelle. Der kleine aber feine Unterschied: wir blicken tief ins Archiv der Servus Hockey Night zurück und liefern zu den bisher erschienenen 14 Bewegtbild-Episoden ein paar schriftliche Schmankerl. Der Fahrplan dazu:

27. Dezember 2019: Einmal Interview und zurück (zum Ü-Wagen)

Heute: Wenn Bozen nur vier Meter von Salzburg entfernt ist

2. Jänner 2020: „Ich spreche“ – Die legendäre Eishockey-Konferenz

Die Ausgangslage

Wir schreiben den 3. März 2015. Am zehnten und letzten Spieltag der Zwischenrunde entgeht der KAC hauchdünn einer Blamage und sichert sich mit einem Heimsieg gegen Dornbirn den letzten Playoff-Platz.

Im Rahmen einer großen Live-Konferenz liefert ServusTV den Zusehern alle wichtigen Entscheidungen aus Klagenfurt und Graz auf die Bildschirme. Die zentrale Schaltstelle der Konferenz? Das Studio in Salzburg, wo Moderatorin Constanze Weiss Vertreter aller Teams mit Pick-Recht eingeladen hat.

An jenem Dienstag wurde zum bereits dritten Mal der „Playoff-Pick“ durchgeführt. Das Prozedere: Die besten drei Teams dürfen sich nacheinander ihren Viertelfinalgegner auswählen. Ein System, das sich über die Jahre bewährt hat und auch heute noch so umgesetzt wird (AVISO: Wie und warum es überhaupt zur Einführung des Wahlrechtes kam, seht ihr in einem der kommenden Teile von 10 Jahre Servus Hockey Night).

Entsprechend der Tabelle – wo bereits einen Spieltag vor Ende der Zwischenrunde die Top 4-Teams feststanden – wurden Vertreter dieser vier Mannschaften (Salzburg, Linz, Znojmo, Fehervar) nach Salzburg eingeladen. Alle anderen Mannschaften waren dazu angehalten, ihre Offiziellen entweder nach Klagenfurt oder nach Graz zu entsenden, wo das Team der Servus Hockey Night mit Kameras vor Ort war. Um so jeweils Reaktionen von den gewählten Teams zu bekommen. Die einzige Ausnahme? Die „Schalte“ nach Bozen. Doch seht selbst.

Bozens Stefan Zisser wird im Salzburger Studio zugeschalten

4 Meter statt 300 Kilometer

Black Wings-Präsident Peter Freunschlag verkündet die Wahl der Linzer. Diese entfällt auf den HCB Südtirol. Der rekonvaleszente Assistant-Captain Stefan Zisser steht sofort Rede und Antwort.

Auch das Setting wirkt höchst professionell: Zisser spricht artig in ein ServusTV-Mikro. Scheinbar wurden auch keine Kosten und Mühen gescheut, um einen ServusTV-Hintersetzer nach Bozen zu schicken. All das für eine 20-sekündige Schalte?

Fast. Zisser hätte als Vertreter eines Vereins, der gewählt werden kann, eigentlich nach Klagenfurt oder Graz kommen müssen. Da dies so oder so eine lange Fahrt bedeutet hätte, bat Bozen um die Möglichkeit, ihn doch möglichst nur nach Salzburg zu entsenden.

Und diesem Wunsch wurde Rechnung getragen. Zisser verfolgte die Live-Konferenz im Studio und das anschließende Pick-Prozedere dann ganze vier Meter entfernt in einem angrenzenden Raum.

Es war nicht das erste und auch nicht das letzte Mal, dass im Rahmen einer Servus Hockey Night ein klein wenig getrickst wurde. Aber es bleibt bis zum heutigen Tag eines der Male, das vielen Mitarbeitern noch immer in Erinnerung ist.

Kommt ja auch selten vor, dass Bozen nur vier Meter von Salzburg entfernt liegt.

Das Team der Servus Hockey Night wünscht einen guten Rutsch sowie ein gesundes und glückliches neues Jahr 2020!

Demnächst auf servushockeynight.com:
„Ich spreche“ – Die legendäre Eishockey-Konferenz (2. Jänner 2020)