Der Vorschlag eines Villacher Stadtrats sorgt für Unruhe im Villacher Eishallen-Projekt.

Aktuell wird es im heimischen Eishockey nicht fad. Einerseits gibt es eine Krise in Linz, andererseits lodert auch in Villach das Feuer. Am 9. Jänner dieses Jahres wurde das Eishallenprojekt in Villach vorgestellt.

2024 soll die zweite und dringend benötigte Eisfläche in Villach fertiggestellt sein. Das Projekt sorgt aktuell aber für Unstimmigkeiten zwischen einem Stadtrat, Landessportdirektor und auch dem VSV.

ÖVP-Stadtrat Christian Pober sorgte mit einer Aussage in der Kleinen Zeitung für Unmut. Dieser meinte, dass es das Eishallenprojekt derzeit nicht brauche und dass Gelder jetzt zur Rettung regionaler Betriebe dringender gebraucht würden.

Arthofer: „Solche Aussagen behindern“

Die Gedankengänge Pobers brachten Kärntens Landessportdirektor Arno Arthofer ins Spiel. „Was Herr Pober hier betreibt, ist Verrat am Villacher und Kärntner Sport und nicht zuletzt am VSV“, konterte Arthofer.

Arthofer kämpfe in Verhandlungen mit dem Sportministerium um den finanziellen Anteil an besagtem Projekt. „Ich kämpfe um die Realisierbarkeit und solche Aussagen behindern alle Pläne“, wird Arthofer zitiert.

Der Landessportdirektor verweist darauf, dass die zweite Eishalle in Villach „dringenst“ benötigt wird. Neben dem Profi-Eishockey gehe es auch um das Damen-Bundesleistungszentrum, Eishockey-Nachwuchs, Hobbymannschaften und Stocksport.

Arthofer ist sich der kritischen Lage ob der Corona-Krise bewusst und wird folgend zitiert: „ich bin ja nicht naiv. Doch bei dem Projekt gelten Beschlüsse. Die müsste man allesamt aufheben. Das Geld ist zweckgebunden. Da fehlt Herrn Pober der Weitblick.“

Dringender Appell vom VSV

Zitiert wird auch VSV-Geschäftsführer Andreas Napokoj: „Wir appellieren dringend, dieses für uns lebensnotwendige Projekt auf jeden Fall zu realisieren.“

Der VSV, der in den letzten Jahren schon viele „Hallenprojekt-Ankündigungen“ und entsprechende Pressekonferenzen über sich ergehen lassen musste, wünscht sich die Einhaltung des bereits bekannten Zeitplans.

„Wünschenswert wäre für uns ein Vorziehen des Projekts oder zumindest von Teilen davon“, wird Napokoj zitiert.

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